Salzburg aufmischen: Cecilia Bartoli übernimmt die Pfingstfestspiele

+
Voller Tatendrang: Cecilia Bartoli.

Salzburg. Cecilia Bartoli (44) ist eine Diva mit Sinn für das Ausgefallene. Für das Cover ihres Albums „Sacrificium“ mit Kastraten-Arien ließ die Starsopranistin und achtmalige Echo-Klassik-Gewinnerin ihren Kopf auf einen Männerkörper montieren.

Und auf dem Album „Opera proibita“ versammelte sie einst verbotene Arien aus Opern und Oratorien. 2012 soll Bartoli nun als Nachfolgerin von Riccardo Muti die Leitung der Salzburger Pfingstfestspiele übernehmen. Und wenn die gebürtige Römerin auch dort ihre Vorliebe für ungewöhnliche Programme beibehält und die neue Aufgabe mit ihrem legendären Temperament anpackt, dann können an der Salzach spannende Zeiten anbrechen.

Fünf Jahre lang hatte der Neapolitaner Riccardo Muti die Pfingstfestspiele der neapolitanischen Schule des Barock gewidmet. Ein verdienstvolles Projekt, doch nun soll frischer Wind den Ableger der berühmten Salzburger Sommerfestspiele durchwehen.

Engagiert wurde Bartoli vom künftigen Intendanten der Salzburger Festspiele, Alexander Pereira, der im kommenden Jahr sein Amt antritt. Der derzeitige Intendant des Züricher Opernhauses gilt als innovativer Programmmacher. An Bartoli bewundere er „den Mut zu Qualität und Fantasie“, ließ er verlauten.

Als ausgemacht gilt, dass Bartoli sich den unterschiedlichen Formen des Belcanto in der Operngeschichte widmen wird. Als Interpretin ist sie in der Literatur des Barock ebenso zu Hause wie in den Koloratursopran-Partien von Mozart, Rossini und Bellini. Ihr nächstes Album „Sospiri“ (Seufzer) erscheint im Oktober.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.