In den Shops der documenta gibt es neben den üblichen auch ganz besondere Andenken

Samen alter Pflanzen als Souvenir

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Viel Auswahl: Documenta-Besucherin Helene Alt (links) staunt über das Puzzle, das der Künstler William Kentridge entworfen hat. Bei der Auswahl aus dem großen Andenkenangebot ist ihr Shop-Mitarbeiterin Sarah Henß behilflich.

Kassel. Vom Regenponcho über eine Sonnenbrille aus Bambusholz bis hin zu einem Sitzhocker aus Pappe und einem vom Künstler William Kentridge entworfenen Puzzle – auch anlässlich ihrer 13. Auflage bietet die documenta wieder zahlreiche Andenken an die Kunstausstellung an.

In den vier Andenkenshops der documenta (zwei auf dem Friedrichsplatz, einer am Kulturbahnhof und einer an der Orangerie) gibt es 20 Souvenirs, die an die kunstvollen Tage in Kassel erinnern sollen.

„Diese haben wir in ganz enger Abstimmung mit der documenta entwickelt und designed“, erzählt Mascha Thomas, die für die Münchner Firma Avantgarde die Teamleitung Merchandising und Hospitality auf der documenta übernommen hat. So betreut sie beispielsweise die Organisation der Besuchergruppen mit 180 Begleitern.

Andenken soll nachhaltig sein

„Diesmal setzt die documenta ja vor allem auf die Nachhaltigkeit“, meint die 32-Jährige und fügt hinzu: „Daher haben wir bei der Auswahl der Produkte auch ganz besonders darauf geachtet, dass sie fair gehandelt und biologisch hergestellt wurden.“ So kommen beispielsweise die Holzbohlen, die an den documenta-Standorten zu finden sind und in den Shops als Tische für die Souvenirs dienen, aus dem Straßenbau. „Dorthin gehen sie auch nach der documenta wieder zurück, so dass für sie kein Baum extra gefällt werden musste“, sagt Thomas.

Die documenta-T-Shirts werden in der Türkei produziert, die Baumwolltaschen für 3,50 Euro in Indien. Beide sind mit dem Gots-Zertifikat, dem höchsten Label für fair gehandelte und naturschonende Verarbeitungsweise, zertifiziert.

Urwüchsig: Die Ursamen der Mairübe.

Neben den üblichen Souvenirs Regenschirm und Bleistift gibt es ganz besondere Andenken an die documenta. Pflanzensamen alter, ganz ursprünglich belassener Sorten wie Mairübe oder Wildtomaten von der Künstlerinitiative „And And And“ werden angeboten. Und ein naturbelassener Apfelsaft, der zum Teil Saft der Korbiniansäpfel enthält – der Sorte, von der der Künstler Jimmie Durham einen Baum zur documenta in der Karlsaue angepflanzt hat. 500 vom Künstler signierte Apfelsaftflaschen gibt es in den Shops für jeweils 40 Euro.

Zudem findet man unter den Merchandisingprodukten auch einen Gummischlüssel. Dieser ist symbolisch für den Tresor des Künstlers Song Dong in Peking bestimmt, in dem er alle Geheimnisse dieser documenta aufbewahrt.

„Unsere Andenken kosten zwischen zwei und 199 Euro“, sagt Thomas, die seit November 2011 die reichhaltige Produktpalette betreut. Der Renner sind allerdings in diesem Jahr die Magnetpins für drei Euro. Davon wurden schon über 10.000 Stück verkauft.

• Die Andenken sind nur in den vier Shops erhältlich.

Von Michael Schorn

Samen alter Pflanzen als Souvenir von der documenta

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