Puppet-Comedy in ausverkaufter Stadthalle

Sascha Grammel: Komik aus dem Bauch heraus

+
Komischer Vogel: Sascha Grammel mit „Frederic Freiherr von Furchensumpf“.

Eigentlich hätte Sascha Grammel als mehrfach ausgezeichneter Comedian es ja nicht mehr nötig, sich von seinen eigenen Puppen bloßstellen zu lassen. Aber der 39-jährige aus Spandau gibt lieber seinen Charakteren die besten Gags und leiht ihnen seine Stimme.

Etwa dafür, das Publikum auf das eigene Schweißproblem aufmerksam zu machen. Oder den Lidstrich, den er bei Auftritten trägt.

In der ausverkauften Stadthalle präsentierte Grammel gestern Abend sein neues Programm „Keine Anhung“ (ebenso uneitel mit Rechtschreibfehler), in dem er seinen Fans ein amüsantes Wiedersehen mit den Handpuppen-Stars beschert: dem vorlauten Vogel Frederic Freiherr von Furchensumpf, der kulleräugigen, lispelnden Schildkröte Josie (diesmal auf der Suche nach einem Ehemann, aber zu langsam fürs Speeddating) und dem Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Peter Hacke, der nur Fastfood im Kopf hat.

Neu im Puppenteam, aber mindestens ebenso wortgewandt und urkomisch ist der Außerirdische Herr Schröder samt Sternschnuppe Ursula, die den bei jedem Kommentar zu einer Art Wieher-Schluckauf bringt.

Bildergalerie: Fotos von dem Auftritt

Puppet-Comedian Sascha Grammel: "Keine Ahnung" in der Stadthalle

Die Zwiegespräche mit seinen Puppen führt der blondierte Wuschelschopf so perfekt, dass man glatt vergisst, dass seine Kunst ja in erster Linie Bauchreden ist. Umso besser wirken Pointen wie die von Frederic, der sich über Grammels Kichern beschwert: „Komisch, ich kann nie sprechen, wenn Du lachst.“ (rud)

Von Katja Rudolph

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.