Make Funk Not War: Maceo Parker und seine Formation überzeugten am Freitagabend beim Auftritt im Kulturzelt

Der Saxofonist ließ sich feiern wie ein Boxer

Hallo, Kassel: Maceo Parker begrüßte das Publikum mit großer Geste. Foto: Fischer

Kassel. Bei Maceo Parkers Konzert am Freitagabend im Kasseler Kulturzelt schloss sich ein Kreis. 47 Jahre ist es her, dass Maceo mit seinem Bruder Melvin der Band des legendären Funksängers James Brown beitrat. Nun stand Melvin Parkers Sohn Marcus mit dem weltbekannten Funksaxofonisten auf der Bühne.

Dabei zeigte dieser nicht nur mit einem atemberaubenden Drumsolo sein Können, sondern stand seinem Onkel auch in Sachen Funky-Feeling in nichts nach. Dass „Onkel Maceo“ nicht nur ein Musiker, sondern eben auch ein Showman von Weltformat ist, offenbarte sich bereits am Anfang des Konzerts. Mit ausgestreckten Armen ließ sich dieser zunächst wie ein Boxer vom jubelnden Publikum feiern und groovte seine Fans anschließend mit einer gehörigen Portion Funky-Stuff ein.

Wesentlich ruhiger gestaltete sich dagegen dessen perfekte Ray-Charles-Imitation des Songs „You Don’t Know Me“, die dieser auch mit dem nötigen musikalischen Feingefühl vortrug. Ganz von seiner sanften Seite zeigte sich Parker auch bei seinen Ansagen, die häufig in Liebesbekundungen an das Publikum endeten und sich mit dem Motto „Make Funk Not War“ zusammenfassen ließen.

Dabei stahl ihm Gitarrist Bruno Speight ein ums andere Mal die Show und wurde vom Publikum mit Extra-Applaus bedacht. Nicht weniger überzeugend war Keyboarder Will Boulware, der immer den passenden Sound zur Hand hatte.

Imposanter Sound

Schade war dagegen, dass sich Posaunist Dennis Rollins mehr hinter als auf der Bühne aufzuhalten schien, obwohl er bei seinen wenigen Auftritten durchaus zu überzeugen wusste. So sorgte Rollins insbesondere im Zusammenspiel mit Parker für einen imposanten Bläsersound. Auch wenn Bassist Rodney „Skeet“ Curtis im Vergleich zu seinen Kollegen etwas abfiel, lieferte er eine solide Leistung ab. Komplettiert wurde die Formation durch die Backgroundsänger Martha High sowie Corey Parker.

Von Sebastian Krämer

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