Die New Yorker Band H2O heizte dem Kasseler Publikum kräftig ein

Schäumende Wasserwellen

Ein Powerpaket: Sänger Toby Morse. Foto: nh

Kassel. H2O lautet die chemische Formel für Wasser. Wer bei bei dem Konzert der gleichnamigen New Yorker Hardcore-Band am Mittwochabend in der Kasseler Kulturfabrik Salzmann allerdings eine seichte Brandung oder einen gemütlich vor sich hin plätschernden Bach erwartete, lag komplett falsch.

Denn was die fünf Jungs um Sänger und Frontmann Toby Morse auf die Bühne brachten, glich eher einem kurzen, aber sehr heftigen Sturm auf hoher See, mit peitschenden Wellen und im Wasser schäumender Gischt.

Kurz nach 22.30 Uhr betrat H2O die Bühne. Schon nach den ersten lauten Bass- und E-Gitarrenklängen und den harten Rhythmen des furios aufspielenden Schlagzeugers Todd Friend sprangen die ersten Fans auf die Bühne, ließen sich auf die Zuschauermenge fallen und von deren Händen tragen. Stage diving und Pogo waren angesagt.

Sänger Morse, ein unglaubliches Energiebündel auf der Bühne, heizte nun dem größtenteils jungen Publikum mit Songs wie „One Life, One Chance“ oder dem kritischen Stück über Hardcoreszene „What happened“ kräftig ein. Spätestens nach seinem Ausruf „It’s a Hardcore Show“ war der Bann zu den Zuschauern komplett gebrochen.

Immer wieder animierte Morse, der 1995 die Band gründete, die wild tanzende Menge zum Mitsingen und Grölen.

Da störte es auch nicht, dass Bassist Brian, ausgeliehen von der New Yorker Hardcore-Formation Black Train Jack, in Badeschlappen auf der Bühne stand. Eher machte dies die Gruppe noch sympathischer.

Bereits um kurz nach 23 Uhr verabschiedete sich der am ganzen Körper tätowierte Morse von seinem mitfiebernden Publikum, das sichtlich Spaß an der schweißtreibenden Bühnen-Performance hatte. Lauthals forderte es eine Zugabe – und bekam noch zwei.

Um 23.30 Uhr war der Spuk dann, inklusive der ab 21 Uhr als Vorgruppe aufspielenden Punkformation Dolf, zu Ende. Doch damit nicht genug. Die in der Hardcore-Szene als Stars vergötterten Jungs von H2O gingen anschießend noch ganz selbstverständlich zu ihren Fans, gaben Autogramme und ließen Fotos von sich schießen.

Von Michael Schorn

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