Ulla Rühl und Marianne Schlitzberger stellen im Diakonissenkrankenhaus aus

Schau der starken Kontraste

Fundstück: „Hoffende“ heißt diese Skulptur von Marianne Schlitzberger. Fotos:  de Filippo

Kassel. Seltsame Kreaturen aus Holz und ungewöhnliche Stadtansichten gibt es zurzeit im Kasseler Diakonissen-Krankenhaus zu sehen. Mit Ulla Rühl und Marianne Schlitzberger stellen dort zwei Künstlerinnen aus, deren Werke zwar höchst unterschiedlich sind, die aber doch eines gemeinsam haben: Ihre Arbeiten tragen ihre ganz eigene, unverkennbare Handschrift.

Ulla Rühl arbeitet abstrakt, Grundlage ihrer Bilder sind jedoch konkrete Motive. In ihren großformatigen Arbeiten treten sie in den Hintergrund, spielen aber dennoch eine zentrale Rolle in der Komposition. So wie in Rühls Stadtansichten. Sie werden von den Farben Blau und Grau dominiert. Stilisierte Hochhäuser setzt die Künstlerin als farbigen Akzent ein.

Überhaupt liebt die Künstlerin starke Kontraste - bei ihren abstrakten Ölgemälden ebenso wie in ihren Reliefs, bei denen die Oberfläche aufzubrechen und den Blick auf verborgene Farbflächen freizugeben scheint.

Aus Fundstücken wie alten Balken fertigt die Caldenerin Marianne Schlitzberger ihre Skulpturen. Dabei legt die Künstlerin großen Wert darauf, mit dem Vorhandenen zu arbeiten. Sie nutzt die grobe Struktur des Holzes, das von Zeit und Wetter gezeichnet ist. Sparsam kombiniert sie es mit Metallelementen wie Kreuzen, Kugeln und Scharnieren. Die Bildhauerin gibt ihren Arbeiten Titel wie „Gnom“ oder „Beobachterin“. Fast so, als seien sie Figuren, die aus ihrer bewegten Vergangenheit berichten.

Bis 31. Januar im Foyer des Diakonissen-Krankenhauses (Neubau), Herkulesstraße 34.

Von Pamela De Filippo

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