Mechthild Theobald stellt Aquarelle und Gemälde im Kasseler Landgericht aus

Schiffswracks und Stühle

Rostiges Fundstück: Eines von Mechthild Theobalds Bildern. Foto: De Filippo

Kassel. Diese Zahl beeindruckt: 52 Bilder stellt Mechthild Theobald zurzeit im Kasseler Landgericht aus, und alle sind in den vergangenen drei Jahren entstanden. „Erlebnisraum Natur“ hat sie die Schau genannt, wobei der Titel recht weit gefasst ist.

Viele der Aquarelle, Öl- und Acrylbilder zeigen Reiseimpressionen. Kreidefelsen auf Rügen, ein Leuchtturm in den USA, eine Brücke in der Provence. Dabei legt die in Vellmar lebende Künstlerin besonderen Wert auf Licht, Farbe und Details. Bei einem Boot zum Beispiel, das seine besten Zeiten augenscheinlich hinter sich hat: Rostig und voller Algen liegt es im Wasser.

Inspirationen findet Theobald aber auch in ihrer Heimat. Bei Spaziergängen im Wald entdeckt sie interessante Motive. Sonnenstrahlen, die durch die dichten Baumkronen fallen, oder Nebel auf einer Lichtung. Besonders schön ist eine Darstellung des Schlosses Wilhelmsthal. Hier weicht die Künstlerin von der bekannten Ansicht ab. Ihr Aquarell zeigt ein Nebengebäude inmitten des grünen Parks. Ein Idyll. Sogar der documenta 12 hat Theobald ein Aquarell gewidmet. Drei der 1001 antiken Stühle, die der chinesische Künstler Ai Weiwei ausstellte, hat sie mit Liebe zum Detail wiedergegeben.

Bis 29. Januar, Landgericht, Frankfurter Straße 7, Mo-Do 7 bis 17.30 Uhr, Fr 7 bis 16 Uhr.

Von Pamela De Filippo

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