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Schlager-Show sorgte für beste Stimmung

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Von: Steve Kuberczyk-Stein

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Beständig im Kontakt mit dem Publikum: Simone vom Duo Simone & Charly Brunner bei der Schlagershow in Baunatal.
Beständig im Kontakt mit dem Publikum: Simone vom Duo Simone & Charly Brunner. © Dieter Schachtschneider

Ab ging die Post: Muntere Party bei der großen Schlager-Hitparade in Baunatal. 300 Besucher kamen.

Baunatal – Beste Stimmung herrschte am Freitag in der Stadthalle Baunatal bei der Großen Schlager-Hitparade. Für magische Momente sorgte allerdings ein Interpret, dessen Stücke nicht aus Schlagerland kommen.

Eine fast ehrfürchtige Stimmung, gefolgt von lautstarkem Applaus füllte den Saal, als Art Garfunkel Jr., der Sohn der gleichnamigen Ikone vom legendären Duo Simon & Garfunkel, den Klassiker „Sound of Silence“ ankündigte. Art Garfunkel Jr. hat die legendären Songs des Duos neu bearbeitet, die Texte in deutsche Sprache gewandelt.

Obwohl Garfunkels Filius nicht über die Stimmqualitäten des Vaters verfügt, die Stücke ein bisschen viel Hall haben – den Zauber dieser Lieder hat er bewahrt: ob bei „Mrs. Robinson“, „The Boxer“ oder anderen legendären Hits des Duos. Rührend auch die Video-Sequenzen im Hintergrund, die den da vielleicht Sechsjährigen bei einem Konzert mit seinem Vater zeigten – mit rothaariger Wuschelmähne.

Auch die Auftritte der anderen Interpreten wurden von Videoclips und tollen Lichtstimmungen begleitet. Durch den Abend führte Schlager-Ikone Bernhard Brink. Der 70-Jährige verriet gern, dass er seit 50 Jahren auf der Bühne steht. Mit lockeren Sprüchen, Charme und eigenen Songs hatte er die Herzen schnell erobert.

Das Programm lieferte, auf was sich die knapp 300 Besucher gefreut hatten: viel Herz und Stücke, bei denen man mitklatschen und mitsingen konnte. Der Sound war zwar gut eine Stunde sehr laut und die Gesangsstimmen von mächtig viel Hall durchzogen, aber das tat der guten Stimmung keinen Abbruch.

Alexander Martin, der Sohn des immer noch erkrankten Sängers und Komponisten Andreas Martin – „sein Weg ist steiniger, als wir dachten“ – sang neben eigenen Stücken auch Hits seines Vaters. So zum Beispiel „Im Himmel ist die Hölle los“.

Viel Applaus gab es auch für Simone & Charly Brunner. Ein kontrastreiches Duo. Er seit Jahrzehnten mit dem Duo Brunner und Brunner auf der Bühne, in sich ruhend und mit tiefer Stimmfarbe, sie eine attraktive Sängerin mit guter Stimme und beständig im Kontakt mit dem Publikum. Nach der Pause: die österreichische Formation Die Musikapostel. Ab ging die Post. Partystimmung kam auf, einige Besucher tanzten.

Darauf: die Sängerin Tanja Lasch: tolle Stimme, viel Gefühl. Dass sie ihren eigenen Stücken ein Medley aus Udo-Jürgens-Ohrwürmern folgen ließ, bremste ihre Qualitäten allerdings etwas aus. Die Besucher störte das nicht. Die Refrains wurden lautstark mitgesungen. Lang anhaltender Schlussapplaus.

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