Die Sängerin Nicole begeisterte ihr Publikum beim Konzert in der Kasseler Auferstehungskirche

Schlager wie Herzschmeichler

Ein Star wie eine beste Freundin: Nicole in der Kasseler Auferstehungskirche. Foto:  Schoelzchen

Kassel. Fällt der Name Nicole, so denkt man an den Teenager, der mit weißer Gitarre im Arm und „Ein bisschen Frieden“ auf den Lippen 1982 mit dem Sieg beim Eurovision Song Contest das Entzücken der deutschen TV-Gemeinde perfekt machte.

Heute zählt die Schlagersängerin zwar 46 Lenze und feiert ihr 30. Bühnenjubiläum, für ihre Fangemeinde jedoch ist Nicole Seibert nach wie vor das nette Mädchen von nebenan, das sein Herz auf der Zunge trägt.

So jedenfalls der Eindruck, den man beim Konzert am Donnerstag bei ihrer Kirchentournee „Mit Leib & Seele“ in der fast ausverkauften Kasseler Auferstehungskirche bekam. Der Liebe ihrer Fans darf sie sich sicher sein: Riesenjubel, als sie ins Scheinwerferlicht trat, Ovationen zum Konzertabschluss. „Ist das schön“, seufzte sie und bedankte sich überschwänglich.

Ihre Lieder waren für das Publikum Erinnerungen zum Mitsingen. Ob „Du und ich“, „Flieg nicht zu hoch, mein kleiner Freund“, „Meine Nr. 1“, das sie ihrem Ehemann widmete, oder „Ein bisschen Frieden“ – die Gemeinde sang mit. Zwischen den Liedern: Nicole zum Anfassen. Herzlich wie eine Freundin, keck wie ein Teenager, gefühlvoll wie eine kindliche Liebesbotschafterin: „Gebete brauchen manchmal etwas länger, weil der liebe Gott viel zu tun hat. Wenn ich traurig bin, dann singe ich.“

Das Publikum im romantisch ausgeleuchteten Kirchenschiff war hingerissen. Im sanften Scheinwerferlicht schwebten ihre Schlager-Herzschmeichler wie bunte Ballons durch den Kirchenraum. Aber damit noch nicht genug: „Herr Schneidewind, sind Sie da?“, rief sie und erzählte lachend, wie der Anwesende sich bei einem früheren Konzert darüber beschwerte, dass er sie nicht gut sehen konnte. Sie verließ die Bühne und führte ihren Fan in die vorderen Reihen.

Auch über den Sinn ihrer Tournee klärte sie das Publikum auf: „Heute ist alles zu sehr Show geworden. Das Publikum sehnt sich nach handgemachter Musik.“ Die bekamen ihre Fans, eine ausgezeichnete Show aber war das Konzert ebenfalls.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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