Schlager bis Rock: Die Stimmungsband Dorfrocker begeisterte ihre Fans

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Heizten ordentlich ein: Markus (von links), Tobias und Philipp Thomann von den Dorfrockern beim Auftritt in Vellmar.

Vellmar. Hunderte Menschen hatten in der Mehrzweckhalle Frommershausen beim Konzert der Spaßkapelle Dorfrocker an Textzeilen wie „Das Bier schmeckt gut / Alles andere ist mir egal“ ihren Spaß.

Ein Konzert, das in seinen stussigsten Momenten Böhmermannsche Dimensionen offenbarte (Wie blöd darf Schlager eigentlich sein?) und in seinen griffigsten für richtig gute Partystimmung sorgte.

Und weil die Brüder Markus, Tobias und Philipp Thomann als die jugendlichen Dorfvorsteher der Band ihre ländliche Herkunft zu schätzen wissen, lautete der von Bürgermeister Manfred Ludewig zu Anfang des Konzertes ausgegebene Schlachtruf: „Lasst uns das Dorf rocken.“

Das ließen sich die Gäste der unterfränkischen Kostümsause nicht zweimal sagen, und schon echote beim ersten „Zickezacke“ ein motiviertes „Hoi Hoi Hoi“ durch den Saal. Die Disziplinen des bayerischen Schlager-Triathlons sind seit der Entstehung jener Orte, an denen man Sangria aus Eimern saufen kann, bestens bekannt: schunkeln, Arme schwenken und Polonaise tanzen. Das sorgte für Flüssigkeitsverlust, Bier und Schnaps schafften Abhilfe. Der Alkoholverzehr wurde auch von der Bühne her beworben. Man bekam den Eindruck, als funktioniert diese Musik am besten, wenn man nicht mehr Auto fahren kann.

Dass allerdings die Dorfrocker mehr zu bieten haben als volksmusikalische Konfektionsware, zeigten sie nach der Pause. Da waren es die Fremdkompositionen, die richtig losmarschierten. Bei Klassikern wie „I Was Made For Loving You“ (Kiss), „Knocking On Heaven’s Door“ (Bob Dylan) und „Sweet Home Alabama“ (Lynyrd Skynyrd) gab es für die Mitglieder der Band reichlich Gelegenheit, ihre musikalischen Fähigkeiten zu präsentieren.

Gesanglich wie auch instrumental wurde da richtig Qualität über den Bühnenrand geschoben. Über drei Stunden verwöhnten die Dorfrocker ihre Fans mit sinnfreien Partyklängen, Schlagerspaß und Rockjuwelen. Dabei animierten sie sich die Kehlen heiser und ließen nie locker. Dafür gab es großen Applaus.

Von Andreas Köthe

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