Der Eisenbahnchor Flügelrad gab sein Abschiedskonzert in der Kirchditmolder Kirche

Schlussakkord nach 102 Jahren

Wehmütig: Der Eisenbahn-Chor Flügelrad beim Abschiedskonzert in der evangelischen Kirche Kirchditmold. Foto: Schachtschneider

Kassel. „Klinge mein Lied! Werde zur Tat, wie Welten verbindet das Flügelrad.“ Als dieser optimistische Sängerspruch der Eisenbahner erklang, lag ein Hauch von Wehmut in der voll besetzten Kirchditmolder Kirche. Der Eisenbahnchor Flügelrad Kassel sang ihn zum letzten Mal bei seinem Abschiedskonzert.

1913 gegründet, hat der Chor über viele Jahre sein ausgezeichnetes Engagement bewiesen, etwa mit seinen Weihnachtskonzerten im Kulturbahnhof. Doch zuletzt war der Sängernachwuchs ausgeblieben. Die Entscheidung, den Schlussakkord zu setzen, sei sehr schwer gefallen, sagte der Vorsitzende Josef Blaauw.

Unter der Leitung von Michael Gerisch war es ein stimmungsvoller Auftritt des Männerchors mit dem Ehrentitel „Traditionschor der Eisenbahner“. Unterstützung leisteten der Eisenbahnchor Germania Bebra und der Männer-Quartett-Verein Helsa. Gemeinsam überzeugten die Sänger mit einem weiten Repertoire vom Trinklied bis zur geistlichen Musik. Die Orgelbegleitung lag bei Mario Jurczyk, zwischendurch servierten Gerisch und Jakob Thiele beschwingte, vierhändige Klavierstücke.

Zum Abschiedskonzert waren auch Repräsentanten der Stiftung Bahn-Sozialwerk (BSW) gekommen. Dieter Jahnke, BSW-Hauptbeauftragter für Chöre, erinnerte an die Teilnahme der „Flügelrad“-Sänger beim internationalen Eisenbahner-Chorfestival 2007 in Polen, wo sie den deutschen Landesverband hervorragend vertreten haben.

Frank Klingenhöfer, BSW-Bezirksbeauftragter für Chöre und Kapellen, ehrte im Anschluss die Chormitglieder Josef Blaauw, Willi Rehberg und Werner Kotzot. Zuvor hatte es viel Beifall und Ovationen gegeben. Der allerletzte musikalische Gruß des Eisenbahnchors Flügelrad war ein strahlendes „Wir bedanken uns“.

Von Georg Pepl

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