"Schmerz und Biss" - Kritik zum Rostocker Polizeiruf

Kassel. "Leise, unaufdringlich und umso beklemmender" - so beschreibt HNA-Kulturredakteur Mark-Christian von Busse den Rostocker Polizeiruf. Seine Kritik zur Folge vom Sonntagabend:

"Wenn im „Tatort“ das Schicksal der Kommissare mit dem Fall verknüpft wird, ist das meist aufgesetzt, krampfhaft und bemüht. Wie es den Verantwortlichen des Rostockers „Polizeirufs 110“ gelingt, Umfeld und Lebensgeschichten der Ermittler einzubeziehen und über inzwischen acht Folgen selbstverständlich und schlüssig zu entwickeln, ist eine besondere Leistung, die wohl vor allem „Headautor“ Eoin Moore zu verdanken ist.

E-Mail an den Autor: vbs@hna.de

Leise, unaufdringlich und umso beklemmender erzählte Regisseur René Heisig auch davon, wie sich Raubein Bukow (Charly Hübner) und Kollegin König (Anneke Kim Sarnau) weiter aufeinander zu bewegen. Gleichzeitig entfernt sich Bukow – dessen Biss und Beharrlichkeit so nachvollziehbar sind – von seiner Frau, die ihren Mann entbehrt, mit dessen Kollege anbandelt. Man kann es kaum mit ansehen.

Kaum zu ertragen war auch der Schmerz des Mädchens, gespielt von Angelina und Leonie Wollenburg, das in der Folge „Zwischen den Welten“ seine Mutter verlor, deren Doppelleben aufgedeckt wurde. Ein facettenreicher Fall. Ein guter Krimi."

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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