Die Kasseler Band Groove Juice begeistert im Schlachthof

Schöne Bescherung

Jazz zur Weihnachtszeit: Michael Koch (Tenorsaxofon), Urban Beyer (Gesang, Trompete), Heiko Eulen (Bass) und Peter Altwasser (Posaune) von Groove Juice. Foto: Schachtschneider

Kassel. Wie klingt es, wenn man „Maria durch ein Dornwald ging“ mit einem kubanischen Bolero-Rhythmus kreuzt? Und wie viele Variationen gibt es von „White Christmas“? Antwort darauf liefern die vier ausverkauften Weihnachtskonzerte von Groove Juice im Kulturzentrum Schlachthof. Eine kultige Bescherung mit sprudelnden Einfällen, Charme und Swing bereiten die Jazzer Urban Beyer, Michael Koch, Peter Altwasser, Jens Großmann, Heiko Eulen und Jürgen Grauer.

Toll ihre Vielseitigkeit. Da wechselt der Trompeter, Sänger und Melodicaspieler Urban Beyer, als Tausendsassa zudem nie um einen lässigen Spruch verlegen, ans Klavier, wo er mit lockerer Fingerfertigkeit auftrumpft. Und währenddessen zeigt der Hauptpianist Jens Großmann seine Trompetenkünste.

Gesangliche Klasse

Als Gastsängerin ist außerdem Nicole Jukic mit von der Partie, die diesjährige Trägerin des Kasseler Kunstpreises in der Sparte Musik. Mal soulig, mal mädchenhaft kokett („Santa Baby“) demonstriert sie ihre vokale Klasse.

Wie viele Abwandlungen von „White Christmas“ die kreativen Köpfe ausgeheckt haben? In sage und schreibe acht parodistischen Stilübungen wird der Weihnachtsklassiker verarbeitet, wobei das Spektrum von volkstümlich à la Marianne und Michael über Richard Clayderman bis zu Lena reicht. Miles Davis ist auch dabei.

Mit dem Rücken zum Publikum und mit Sonnenbrille geschützt, bläst Großmann ein paar existenzialistische Töne zum finsteren Fusion-Groove. Das war intelligent wie witzig - und wurde wie die gesamte Premiere mit Begeisterung aufgenommen.

Auch heute und Donnerstag, jeweils 20.30 Uhr, ausverkauft.

Von Georg Pepl

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