Schöne Erinnerungen: Vana Gierig und Paquito D’Rivera in Kassel

Harmonisches Zusammenspiel: Werner „Vana“ Gierig (links) und Paquito D’Rivera. Foto: Fischer

Kassel. Die Namen der vier Mitglieder der Vana Gierig Group sind nicht unbedingt jedem Jazzliebhaber ein Begriff - ganz anders verhält es sich da mit dem Grammy-überhäuften kubanischen Saxofonisten und Klarinettisten Paquito D’Rivera.

Letzterer agierte als Gastsolist in dem international besetzten Quartett des aus München stammenden, in New York lebenden Pianisten Werner „Vana“ Gierig.

Demzufolge waren am Montagabend nur noch wenige Stehplätze im Theaterstübchen zu ergattern. Viele waren gekommen, um in der Jazzfrühling-Reihe positive Erinnerungen mit nach Hause zu nehmen.

„Making Memories“ (Erinnerungen schaffen) heißt das aktuelle Album von Vana Gierig, aus dem die Band selbstverständlich einige Stücke vorstellte. so etwa „Texting while driving“, eine konträre Mischung aus ruhigem Swing und Uptempo-Bebop, die vom Schreiben während des Autofahrens handelt, von Gefühlen vor und nach dem Unfall.

Es versteht sich von selbst, dass D’Rivera mit ausgiebigen und virtuosen Soli gefeatured wurde, ohne sich jedoch dabei übermäßig in den Vordergrund zu spielen. Beim Spiel wie auch in seinen Moderationen bezog er sich auf solch unterschiedliche Größen wie Bach und Dizzy Gillespie. Aber auch Gierig, Drummer Marcello Pellitteri, der hervorragende Matthew Parrish am Kontrabass und besonders der brasilianische Perkussionist Vinicius Barros bekamen reichlich Freiräume für solistische Einlagen. Bei Barros führte das gar bis zu einem stark blutenden Finger, der umgehend verarztet wurde.

Das zufriedene und bestens unterhaltene Publikum wurde nach gut zwei Stunden mit einer Zugabe verabschiedet.

Von Wolfgang Wollek

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