Virtuose Werke von Wilhelmine v. Bayreuth

Schöne Flötenlinien

Kassel. Mit Bayreuth verbinden Musikliebhaber den Namen Richard Wagner. Dass die Stadt neben dessen Musikdramen weitere musikalische Delikatessen zu bieten hat, bewies das Konzert in der Reihe Komponistinnen und ihr Werk am Freitagabend in der Lutherkirche. Auf dem knapp zweistündigen Programm standen die Flötensonate a-Moll und das Cembalokonzert in g-moll der hochbegabten Komponistin Wilhelmine von Bayreuth, Leiterin des Hoftheaters und Lieblingsschwester Friedrichs des Großen. Gerade ihre besondere Liebe zur Musik verband sie mit dem berühmten Bruder.

Technisch makellos und ansprechend spielte Anne Proske, Soloflötistin des Staatstheaters, die wunderschönen Flötenlinien. Begleitet von ihrem virtuosen Staatstheaterkollegen, dem Solorepetitor und vorzüglichen Cembalisten Walewein Witten. Am stilgerechten, fein ausbalancierten Spiel Wittens gab es kaum etwas auszusetzen. Der an einigen Stellen turbulente Cembalopart verlangte dem Holländer einiges ab.

Besonders beeindruckend im souveränen Ensemble war Rüdiger Spuck (Violine), der in den solistischen Partien mit brillantem Ton auffiel. Ein Einfühlen in das Leben der Komponistin erleichterte Cornelia Naumann, die aus ihrem historischen Roman „Scherben des Glücks - das Leben der Wilhelmine von Bayreuth“ las.

Sebastian Krämer

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