„Ziemlich beste Freunde“: Schon jetzt einer der Filme des Jahres

Werden Freunde: Philippe (Francois Cluzet, links), der querschnittsgelähmt ist, und sein Pfleger Driss (Omar Sy). Foto:  dpa

Stetig neue Besucherrekorde und begeistertes Lachen in den Kinosälen: Der Film „Ziemlich beste Freunde“ ist in Deutschland zum Überflieger geworden, gilt bereits als einer der erfolgreichsten Filme des Jahres und hat einen Status erreicht, den es lang nicht mehr gab: Er ist ein Anschau-Muss. Das ist selten. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum französischen Überraschungshit.

? Was ist das überhaupt für ein Film?

!„Ziemlich beste Freunde“ ist eine Komödie von Olivier Nakache und Eric Toledano. Darin stellt ein schwerreicher Querschnittsgelähmter einen Pfleger ein, der aus der schwarzafrikanischen Pariser Unterschicht kommt.

? Was ist daran so witzig und herausragend?

!Natürlich schlägt der Film aus dem krassen sozialen und kulturellen Gefälle Funken. Vor allem lebt der Film aber von den Hauptdarstellern Omar Sy und Francois Cluzet, die ebenso erfrischend-frech wie charmant aufspielen. Das Drehbuch ist zugleich warmherzig und zupackend. Die Witze sind niemals platt und sprechen alle Altersgruppen an sowie ein breiteres Publikum aus den Filmkunst-Kinos ebenso wie aus den Multiplexen - eine Kombination, die es nur alle Jubeljahre gibt.

? Wie zeigt sich der Erfolg der Komödie?

!Beispiel Kassel: Hier ist der Film am 5. Januar in einem einzigen Kino gestartet. Zum Programmwechsel eine Woche später haben ihn die beiden anderen Kinobetreiber ebenfalls ins Programm genommen - und er ist bis jetzt bei allen dreien zu sehen.

?Wie sieht es deutschlandweit und in Frankreich aus?

!In Deutschland läuft der Film in 695 Kinos. Insgesamt hatte er hier schon drei Millionen Besucher, bereits in den ersten 13 Tagen hatte er die erste Million geknackt - das gelingt nur ganz wenigen Filmen. In Frankreich steuert „Ziemlich beste Freunde“ gerade die rekordverdächtige 20-Millionen-Marke an.

? Geht der Höhenflug noch weiter?

!Der Verleih, die Senator Entertainment AG, rechnet damit. Vorstand Helge Sasse sprach im „Handelsblatt“ von bis zu sechs Millionen möglichen Zuschauern. Das saniert die angeschlagene Firma, die zwischen 2004 und 2006 sogar insolvent war.

? Wie viel Geld kann man mit so einem Film verdienen?

!Senator äußert sich nicht. In Frankreich hat der Film laut „Handelsblatt“ über 150 Millionen Euro eingespielt - bei geschätzten zehn Millionen Herstellungskosten.

Von Bettina Fraschke

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