Sven van Thom und Die Blockflöte des Todes:

Schräge Liedermacher in der Mutter

Liedermaching mit Blockflöte: Sven van Thom und Matthias Schrei musizierten wie in ihrem Wohnzimmer. Foto: Schachtschneider

Kassel. Sven van Thom und Die Blockflöte des Todes sind zwei Liedermacher aus Brandenburg mit Wohnsitz in Berlin. Am Freitag traten sie zum Liedermacher-Battle im Club Mutter an.

In einen Wettstreit treten wollten sie aber nicht, sagte Blockflöte alias Matthias Schrei gleich zu Beginn. Dafür würden sie sich viel zu sehr mögen. Bei ihrem gemeinsamen Konzert spielten Sven van Thom und Die Blockflöte des Todes abwechselnd ihre eigenen Lieder. Dazu gab es Gitarren-Musik - und hin und wieder Blockflöte und Xylofon.

Im Vergleich zum Solo-Auftritt bietet das Konzert mit einem Kollegen einige Vorteile. Während der eine spielt, kann der andere eine Zigarette rauchen oder in Ruhe seine Gitarre stimmen – was Blockflöte genussvoll ausnutzte. Wenn Sven van Thom und Matthias Schrei laut überlegten, welches Lied sie als Nächstes spielen sollten, wirkten sie so entspannt, als säßen sie im Wohnzimmer von Freunden.

Lieder wie schmissige Schlager

Rund 40 Leute hatten es sich zu ihrem Konzert in der Mutter gemütlich gemacht und lümmelten grinsend über die schräge Performance auf Sofas und Barhockern.

Mit Hornbrille, Tolle und Anzug sah Sven van Thom wie ein Relikt aus den 50er-Jahren aus. Seine Lieder klangen wie schmissige Schlager aus dieser Zeit. Und der Liedermacher bewies Showtalent mit Rapeinlagen oder wenn er den Spatz und die Harke tanzte. Zum Song „Pummelchen“ von Die Blockflöte des Todes zog sich Matthias Schrei unter lautem Beifall das T-Shirt aus, um durch seinen Bauchansatz die Ironie des Liedes zu unterstreichen, das er für eine immer dicker werdende Exfreundin geschrieben hat.

Für ihre Leistung wurden die beiden von den Besuchern noch zweimal zurück auf die Bühne geholt.

Von Valerie Schmidt

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