Schultheaterprojekt setzt sich mit Kasseler Stadtteil auseinander

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Miguel Nadalet, Hendrik Kleinöder, Tareq Sharifi, Hans Niklas Heil, Alexander Hofmann, Johanna Lattemann, Celine Hertner, Helena Jastremski und Hannah Dondalski. Foto: Malmus

Kassel. Ein außergewöhnliches Theaterstück wird dieser Tage an der Lichtenberg-Schule unter Markus Strube aufgeführt: In „Forschungsstation Lichtenberg - Außenposten Brückenhof“ (Text: Steve Kuberczyk-Stein) kämpfen die Schüler nicht um bessere Noten oder weniger Hausaufgaben, sondern für den Erhalt des eigenen Gymnasiums.

Das wird von der ominösen „Mutter“ bedroht. Wohl abgewogen habe sie Gutes und Schlechtes aus vier Jahrzehnten Schulgeschichte. Ergebnis: Mangelhaft - her mit der Abrissbirne. Eher unfair, meinen die Schüler, die sich eben erst durchs tiefe Eis zur Forschungsstation kämpfen mussten. Hier stehen doch drei ganze Regale voller Auszeichnungen und lobender Erwähnungen in der Lokalpresse: die beste Schülerzeitung Hessens, ein Begabtenzentrum Mathematik, herausragende Leistungen im Sport und, und, und. Soll das denn plötzlich gar nichts zählen?

Hm, na? Ebendrum, spricht Mum: Schön für euch zwar, eure Preise, doch nüchtern betrachtet elitärer Quark. Wie wär’s stattdessen mit nachhaltiger Nachbarschaft? Kontakte zum Brückenhof, der Hochhaussiedlung, die die Schule umgibt? Gibt’s die?

Gibt es nicht, also rein mit der Videokamera ins Quartier und eine Straßenreportage gedreht. Nein, Grund zur Klage hätte man nicht, sagen die meisten Anwohner in den Interviews, aber sich wirklich kennen? Schulterzucken. Soll es das gewesen sein? Ach was - Die Rettung kommt zum Schluss bloß von ganz woanders.

Vor knapp 70 Gästen spielten: Hannah Dondalski, Nils Dorschner, Hans Niklas Heil, Celine Hertner, Alexander Hofmann, Helena Jastremski, Hendrik Kleinöder, Johanna Lattemann, Miguel Nadalet und Tareq Sharifi.

Wieder am: 8. und 9. April, 19.30 Uhr, Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule, Brückenhofstraße 88.

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