Neu im Kino 

Filmkomödie aus Belgien: "Kill me please"

Klinik für Lebensmüde: In Virgile (Virgile Bramly) schlummert ein Psychopath. Foto: tx

Belgische Komödien macht vor allem eins aus: der schwarze Humor. In Olias Barcos Film „Kill me please“ sind nur der Farbton schwarz und der Blick in die Seelen der Protagonisten.

In der Klinik von Dr. Kruger (Aurélien Recoing) findet sich eine Gruppe von Lebensmüden ein. Sie alle haben nur das Ziel, aus dem Leben zu treten. Doch allein schaffen sie es nicht. Dr. Kruger soll ihnen beim medizinisch betreuten Suizid zur Seite stehen.

Doch unter Dr. Krugers Händen darf nicht jeder dahergelaufene Patient sterben. Sorgfältig sucht der Mediziner seine Patienten aus. So verweigert er dem hysterischen Künstler Mr. Demanet (Benoît Poelvoorde) das Gift, weil er seine Krebserkrankung nur erlogen hatte.

Dr. Kruger erfüllt zudem die letzten Wünsche seiner Patienten. Er beschafft einem gediegenen älteren Herrn eine junge Studentin, damit er nach der Verabreichung des Giftes während des Aktes sterben kann.

Ins Wanken kommt die illustre Gemeinschaft, als eine Finanzpolizistin (Virginie Efira) versucht, den Erbschleichereien des Doktors auf die Schliche zu kommen. In der Klinik bricht ein Brand aus, bei dem ein Unbekannter stirbt. Die Routine gerät durcheinander. Das stößt bei der gut situierten Klientel auf wenig Verständnis. „Ich möchte morgen als Erster sterben“, herrscht ein Patient Kruger an.

Als ein Mörder Patienten erschießt, gerät die Klinikwelt aus den Fugen. Unkontrolliert möchten auch Lebensmüde nicht sterben. Blutig wird es zum Schluss, wobei die Schwarz-Weiß-Optik dem Gemetzel morbiden Charme verleiht. Trotz politisch unkorrektem Umgang mit einem schwierigen Thema sieht gute Unterhaltung anders aus.

Genre: Komödie

Altersfreigabe: ab 16

Wertung: ++++++!!:::

Von Claudia Schittelkopp

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