Die Kasseler Band Dear Dead Days tritt am Donnerstag im Sepulkralmuseum auf

Schwarz steht für Tiefgang

Machen keine Partymusik: Nik Baczewski, Leon Knublauch und Jan Stock von Dear Dead Days. Foto: Uwe Stock/nh

Kassel. Langhaarig, schwarz gekleidet, zum Teil gepierct und tätowiert: Wenn man die Jungs der Band Dear Dead Days zum ersten Mal sieht, möchte man sie in die Gothic-Wave-Schublade stecken. Doch die vier Musiker wollen kein Etikett. „Die Farbe Schwarz steht einfach für Tiefgründigkeit“, sagt Jan Stock (20), einer der beiden Gitarristen. Ihre Musik ist nicht leicht einzuordnen. „Auch wenn wir etwas düster rüberkommen, machen wir keine Todesmusik“, sagt Nik Baczewski (21).

Er spielt Gitarre und liefert den Großteil der Songs. Darin verarbeitet er vor allem Erfahrungen und Gefühle, sagt er. „Unsere Texte sind ernst und sollen berühren.“ Im Song „Fall“ klingt das so: „Everything is cold and i can’t see/ it’s just a fading memory/ another day breaks down in fall.“

Der Songschreiber Baczewski, der Kunst und Philosophie studiert, ist vor allem mit seiner markanten, tiefen Stimme als Sänger präsent. Sie macht die Kasseler Band unverwechselbar. Ihre gitarrenorientierte Musik klingt kraftvoll, melodiös und melancholisch. „Die Energie soll aus der Musik und nicht aus dem Entertainment kommen“, sagt Baczewski. Partymusik sei nicht ihr Stil.

Stock und Baczewski gründeten die Band, weil sie den gleichen Musikgeschmack haben: Bauhaus und The Cure. Seit 2008 spielen sie zusammen mit Leon Knublauch (17), Bass und Keyboard, der ebenso wie Jan Stock Schüler ist, und Thorsten Drücker (34) am Schlagzeug. Drücker ist Musikschullehrer und hat die längste Musikererfahrung. Er war es, der den Proberaum in der Heinrich-Schütz-Schule organisierte. Zurzeit feilen sie an den Aufnahmen für die erste CD mit ausschließlich selbst geschriebenen Songs.

Ein Ort, der dem Namen Dear Dead Days entspricht, ist das Kasseler Museum für Sepulkralkultur. Dort tritt die Band zur Ausstellung „The Sun ain’t gonna shine any-more - Tod und Sterben in der Rockmusik“ auf: morgen ab 19.30 Uhr.

Von Joséphine Hein

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