500 Fans rasteten vor Begeisterung aus beim Auftritt der US-Band „Agnostic Front“ im Spot

Schweiß und blaue Flecken

In Kassel bejubelt: Die US-Band „Agnostic Front“ mit Frontmann Roger Miret (links). Foto: Schenk

Kassel. Sich auf Händen tragen zu lassen, das war am Sonntagabend im Spot kein Problem. Beim Auftritt der Hardcore-Punk-Band „Agnostic Front“ schmissen sich die Fans ins Publikum, was das Zeug hielt. Hier verliehen sie ihrer Begeisterung über die Rückkehr der fünf New Yorker nach Kassel deutlichen Ausdruck. Im Mosh Pit wurde geschwitzt und der ein oder andere „Stage Diver“ holte sich bei seinen Sprüngen auch blaue Flecken.

„Agnostic Front“ gehörten in den frühen 80er-Jahren zu den Begründern des New York Hardcore und waren eine der ersten Crossover-Bands, die Hardcore-Punk mit Elementen des Metals verbanden.

1984 erschien ihr erstes Album „Victim In Pain“, zu dessen Jubiläum die Band durch Europa tourt. Im Zuge der „25 Years of Victim in Pain-Tour 2010“ luden die Hardcore-Veteranen ihre Fans ins Kasseler Spot ein - und die ließen sich nicht zweimal bitten. Gut 500 Zuschauer drängten sich und erwarteten gespannt den Auftritt von „Agnostic Front“.

Im Vorprogramm waren drei weitere US-Hardcore-Bands zu sehen. Die vierte, „Through This Defiance“, musste ihren Auftritt kurzfristig absagen, da sie vor den Proben ausgeraubt worden waren.

Tragisch, aber mit dem Nebeneffekt, dass sich das Warten auf den Haupt-Act somit verkürzte. Ohnehin war „Agnostic Front“ an diesem Abend die einzige Band, die wirklich sehnlichst erwartet wurde.

Ihre Musik ist mit den martialischen Shoutings ganz klar Hardcore, aber trotzdem immer noch melodiös. Es wurden viele Lieder aus dem Debütalbum gespielt, aber auch andere Stücke wie „Gotta Go“ (der wohl bekannteste Song der Band) fehlten nicht.

Frontmann Roger Miret bezeichnete in Interviews seine Band als gegen den Krieg, gegen Religion und gegen die Gesellschaft gerichtet - und gleichzeitig als einen einenden Faktor in der Hardcore-Szene. Allerdings werden der Band auch immer wieder rechtsradikale Tendenzen und Fangruppen zugeordnet.

Im Spot war davon am Sonntagabend aber nicht viel zu sehen. Der Auftritt von „Agnostic Front“ brachte jedenfalls mal wieder ein bisschen Bewegung in die alten Hallen am Ölmühlenweg.

Von Saskia Schenk

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