Mitreißende Soli von Gitarrist Marcel Scherpenzeel

Schweiß und Freudentränen: Die Band of Friends im Theaterstübchen

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Voll in Aktion: Die Band „Band of Friends“ mit (von links) Marcel Scherpenzeel, Ted McKenna und Gerry McAvoy. 

Bluesrock der alten Schule, Männermusik, war im Theaterstübchen angesagt. Die Band of Friends sorgte für allerbeste Stimmung auf der Bühne. 

Wenn es bei Konzertbesuchern eine Frauenquote gäbe, so wäre sie am Montagabend kläglich gescheitert: Maximal ein Zehntel des zahlreich erschienenen Publikums war weiblichen Geschlechts – doch diese wenigen flippten fast aus vor Begeisterung, tanzten, schüttelten ihr Haar für die Band of Friends, schwärmten vom besten Konzert seit Ewigkeiten, und zwei wurden gar auf die Bühne gebeten. Bei diesem Konzert des international besetzten Trios mit zwei Originalmitgliedern von Rory Galaghers Band blieb tatsächlich kein Auge trocken, und am Ende waren auch die Hemden der Musiker schweißgetränkt.

Es sollte die Musik des 1995 gestorbenen Iren Rory Gallagher gefeiert werden. Für dieses respektvolle Unterfangen hatte sich das unermüdlich pulsierende Rhythmusgespann aus Bassist Gerry McAvoy und Drummer Ted McKenna den holländischen Gitarristen Marcel Scherpenzeel ins Boot geholt – und damit einen Hauptgewinn gezogen: gleiche Frisur, ähnliche Gesangsstimme, abgeschabte Stratocaster, passender Sound und vor allem im Besitz der erforderlichen Spieltechniken.

Unter Anfeuerung McAvoys – auch ans Publikum – riss Scherpenzeel die Besucher durch seine Soli in „Moon-child“, „A Million Miles Away“ und „Bullfrog Blues“ mit, wie man es nicht oft erlebt. Tanzen, Klatschen, geschwenkte T-Shirts, allerbeste Stimmung vor und auf der Bühne.

Der Saal sang noch weiter, als die Band längst die Bühne verlassen hatte. Klar, dass es noch zwei umjubelte Songs obendrauf gab. Die Band of Friends hat viele neue Freunde in Kassel gefunden.

Von Wolfgang Wollek

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