Schwerelos im All: Das Spielraum-Theater landet auf dem Mond

Auf dem Weg zur Mondlandung: Stefan Becker vom Spielraum-Theater ist scheinbar schwerelos. Foto: Wienecke

Kassel. Sein neues Stück für Kinder ab fünf Jahren heißt wie das norwegische Kinderbuch von Endre Lund Eriksen und Torill Kove: „Vom ersten Mann, der auf den Mond pinkelte“.

Stefan Becker vom Kasseler Spielraum-Theater wurde bei der Premiere im ausverkauften Dock 4 mit lautem Trampeln und langem Applaus belohnt.

Einen persönlichen Bezug zu der im Buch beschriebenen Mondlandung im Jahr 1969 hat der Akteur und Regisseur Jahrgang 1958 auch, er verfolgte sie als Schuljunge am Schwarz-Weiß-Fernseher.

„Das ist jetzt mal die Erde vor über 40 Jahren. Wir befinden uns in Houston“, berichtet Stefan Becker als Erzähler im Recyclinglabor, während er die Requisiten aus einem gelben Sack zaubert. Margarinedosen türmt er zu Wolkenkratzern auf, die Rakete, mit der Buzz, Michael und Neil zum Mond fliegen, besteht aus Büchsen, und der Mond ist der Deckel der gelben Tonne.

Eigentlich wollte Buzz als Erster den Mond betreten. Doch nun soll es Neil sein, schließlich sitzt er näher an der Ausstiegsluke. Michael ist derjenige, der im Kommando-Modul bleiben muss. Er versucht, Buzz vor lauter Neid Angst zu machen, spricht von einer Mondseuche, die grassiert.

Herrlich, wie Stefan Becker die drei Astronauten aus dem Kinderbuch darstellt. Buzz verliert seine schlechte Laune nur kurz durch die Schwerelosigkeit und wagt sogar ein Tänzchen. Während Neil sich an seiner Checkliste festhält, lästert Michael weiter ins Lampen-Mikrofon. Schließlich packt alle das große Fracksausen. „Was für eine dämliche Idee, zum Mond zu fliegen. Hier gibt es noch nicht einmal ein Klo“, platzt es aus Buzz heraus. Doch dann verhilft er Neil zu dessen berühmtem Satz: „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit!“

www.spielraum-theater.de

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