Irene wurde nur 64 Jahre alt

Schock bei "Schwiegertochter gesucht": Beates Mutter Irene ist tot

München. Dieses Mutter-Tochter-Gespann war für Freunde des Trash-TV nicht mehr aus dem RTL-Programm wegzudenken: Beate und Irene. Nun ist Irene im Alter von 64 Jahren gestorben.

Woran Irene Fischer starb, ist nicht bekannt. Zuerst berichtete die Passauer Neue Presse über den Todesfall.

Beate (34) hat ihre geliebte Mutter verloren. Durch das Format "Schwiegertochter gesucht" erlangten sie und ihre Mutter bundesweite Bekanntheit. 

Herrlich schräg präsentierten sich die eher unbeholfenen TV-Matronen dem Publikum: Mal in farblich abgestimmten Badeanzügen mit passenden Schwimmhauben, mal als schwitzendes Duo, das im Takt nach Erfrischung fächert, aber auch verkleidet als japanische Geishas sorgten die beiden Frauen für viele Lacher - und Zuschauer. Denn das Gespann galt fast schon als Quotengarant, wenn es darum ging, die Freunde des trivialen TV-Geschmacks vor die Fernseher zu locken. 

Irene Lebte mit ihrem Ehemann und ihrer Tochter ursprünglich im Westerwald. Vor rund drei Jahren zog die kleine Familie dann in den Osten Bayerns in den Landkreis Freyung-Grafenau. Irene war eine große Hundeliebhaberin. Insbesondere kleine Hunde hatten es ihr angetan. So durften die RTL-Zuschauer auch Zeugen werden, wie für einen der toten Hunde eine Kerze und ein eigens angefertigtes Bild auf dem heimatlichen Wohnzimmertisch bei Beate und Irene zu einer Art Schrein wurden.

Nun trauert Dauersingle Beate um ihre Mutter. Auf der offiziellen Facebook-Fan-Seite nehmen die Fans von ihrer Kultfigur Irene Abschied. Seit 2009 waren Mutter und Tochter jährlich in der Kuppelshow zu sehen. Ab 2015 gab es dann sogar ein Spin Off mit dem recht ausgefallenen Zweiergrüppchen. Unter dem Titel "Beate und Irene – Das hat die Welt noch nicht gesehen" gingen die Frauen auf Reisen. Sie besuchten unter anderem Asien und mussten in den einzelnen Folgen bestimmte Aufgaben erfüllen.

Die enge Mutter-Tochter-Bindung war vielfach Thema in der Kuppelshow. An Beate kamen nur Bewerber ran, die auch Irene in den Kram passten - so wurde es zumindest dem Zuschauer vermittelt. Zuletzt hatte sich herausgestellt, dass Irene Geld von den Männern forderte, die als Kandidaten der Show bei der Familie übernachteten. Das Geld sei notwendig gewesen, um Kosten für Verpflegung, Strom und Wasser des Liebesbesuches zu decken. So begründete Irene ihr Handeln zumindest vor Moderatorin Vera Int-Veen und der Fernsehnation. 

Auch wenn die Trauer groß ist, so wünschen viele Fans Tochter Beate, dass sie nun - endlich - ihren eigenen Weg geht. Denn oftmals wirkte es so, als sei Irene die Regisseurin in Beates Liebesleben. Und Irene hatte offenbar keinen großen Hang zu Happy Ends. Denn ihre Tochter ließ eine Beziehung nach der anderen scheitern - viele Fans schoben Irene die Schuld dafür zu. Sogar eine Hochzeit platze: Kandidat Sascha machte der Hobby-Dichterin, die eine Vorliebe zu ziemlich einfach gestrickter Lyrik hat, einen Antrag auf einer Burg. Beate nahm den Antrag vor laufenden Kameras an, machte aber kurz darauf mit dem damals 28-Jährigen Schluss. Fünf Jahre ist das etwa her.

Wer die jüngste Staffel im Jahr 2016 verfolgt hat, wird vielleicht festgestellt haben, dass Irene im Vergleich zu früheren Aufnahmen einen fast schon lethargischen Eindruck hinterließ. Sie war dem Publikum zwar nie als Sportskanone bekannt, allerdings wirkten ihre Bewegungen in der Staffel von 2016 recht behäbig und ermüdet. Ob sie zum Zeitpunkt der Dreharbeiten bereits ernsthafte gesundheitliche Probleme hatte, ist nicht bekannt. 

Reaktionen bei Twitter:

Das Kapitel Verafake

Im Mai 2016 kam es zu einem Skandal rund um das Format "Schwiegertochter gesucht". Das Format Neomagazin Royale (ZDF Neo) hatte eigene Kandidaten eingeschleust. Dabei flog auf, unter welchen Bedingungen die Teilnehmer von der Casting-Agentur - für eine magere Aufwandsentschädigung von 150 Euro pro Staffel - in ein bestimmtes Licht gerückt werden. Zudem kam heraus, wie dubios die Vertragsabwicklung ablief. Unter dem Hashtag #verafake verbreitete sich der Beitrag via Twitter rasend im Netz.

Rubriklistenbild: © Facebook/Schwiegertochter gesucht

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