Sehr gute Laune mit Cris Cosmo im Schlachthof

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Sommermusik: Cris Cosmo spielte im Schlachthof. Die sympathische Art des Musikers und die poppigen Klänge mit lateinamerikanischem Einschlag sorgten für Stimmung im Publikum.

Kassel. Einfach nur gute Laune: Anders lässt sich die Musik von Cris Cosmo nicht beschreiben. Gemeinsam mit seiner Band spielte der in Gondelsheim bei Karlsruhe aufgewachsene Musiker im Kulturzentrum Schlachthof vor 100 Besuchern.

Der Musiker und seine Band kamen beim Kasseler Publikum gut an, nach ein paar Takten begannen die ersten mitzuwippen, und am Ende des dreistündigen Konzertes stand keiner der Besucher mehr regungslos in der Ecke.

Cris Cosmo wirkte sympathisch und gut gelaunt, er plauderte ein bisschen von sich und seinen Bandkollegen. Unaufdringlich animierte er das Publikum zum Mitsingen und Mitklatschen. Seine Songs wie „Cosmopolit“ und „Ich liebe dich dafür“ waren perfekt für den lauen Frühsommerabend. Cris Cosmo sang von Liebe, Sonne, Reisen und Meer.

Obwohl Cosmo sich selbst gern in den Fußstapfen des französischen Sängers Manu Chao und dessen kritischer Texte sieht, wie er gegenüber dieser Zeitung betonte, war sein Auftritt im Schlachthof eher unpolitisch. Das leichte musikalische Vergnügen stand im Vordergrund.

Cris Cosmo bespielt seit Jahren solo oder mit seiner Band deutsche Bühnen mit Latino-Reggae, wie er seinen Musikstil selbst bezeichnet. Der Musikstil ist schwer zu fassen.

So sang Cris Cosmo den größten Teil seiner Lieder in deutscher Sprache, die Rhythmen waren tanztauglich lateinamerikanisch angehaucht, und die Instrumente wie das Didgeridoo entstammen der Weltmusik. Alles in allem ist sein Stil als poppig zu beschreiben. Am beeindruckendsten war Verena König, sie übernahm den Part der Percussion. Die junge Frau begleitete Cris Cosmo minutenlang auf dem Didgeridoo, ein außergewöhnliches Klangerlebnis. Als Vorgruppe trat die Kasseler Band Die Schnitter auf. Sie spielte Folk-Punk. Cris Cosmo sagte über sie: „Eine Band mit Biss.“

Der 33-Jährige schlug sich zunächst als Straßenmusiker durch. Prägend für seine Musik wurde eine sechsmonatige Reise durch Südamerika. Cosmos bekannteste Single „Scheiß auf Facebook“ verbreitete sich 2010 vor allem über die Videoplattform YouTube. Cris Cosmos neues Album „Mund zu Mund“ erscheint am 20. Juli. (cls)

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