Auf die Sekunde präsent: Jazz 4 Four mit Hugo Scholz

Alte Hasen: Gitarrist Frank Sommerfeld, Bassist Stefan Hering und Saxofonist Hugo Scholz. Foto: Zgoll

Kassel. Erfrischend, dynamisch und sehr variabel in den Stimmungsfarben präsentierte am Donnerstag die Formation Jazz 4 Four ihr Programm „One Foot In The Blues“ im Kulturzentrum Schlachthof.

Zumeist Klassiker aus Jazz, Blues und Funk standen Pate – allesamt hinreißend empathisch gespielt. Stücke von Nils Landgren, zum Beispiel „Joes Moon Blues“, von Johnny Adams – unter anderen „Cooking In Style“ –, aber auch Ohrwürmer wie „Ain’t No Sunshine“ von Bill Withers oder „I Don’t Need No Doctor“ von Nick Ashford, das durch den legendären Ray Charles bekannt wurde, standen im Mittelpunkt.

Mit von der Partie an diesem Abend: Multiinstrumentalist, Sänger und Spaßvogel Hugo Scholz, der neben seiner musikalischen Klasse – Gesang, Saxofon – einmal mehr auch den urig witzigen Bühnenvogel gab.

Hier ein Solo, dort ein Spruch, beständig im Kontakt mit dem Publikum. Eben noch mit Hingabe einen Blues gesungen, durchlitten oder raubeinig herausgerotzt, präsentierte er im nächsten Moment kleine Anekdoten zum Beispiel über Gehacktesbrötchen oder über Mickey-Mouse-Hefte, die bei seinem Arzt ausliegen, als Überleitung zum nächsten Stück. Doch so sehr Scholz mit seinem Gesang, seinen tollen Saxofonsoli und Späßen für die 40 Besucher im Fokus der Aufmerksamkeit stand, er hatte ohne Frage vier großartige Musiker – Albrecht Schmücker (Posaune), Frank Sommerfeld (Gitarre), Stefan Hering (Bass) und Bernd Nawothnig (Schlagzeug) – neben sich.

Spieltechnisch alte Hasen, wussten sie immer wieder Individualität und Zusammenspiel in Einklang zu bringen und waren auf die Sekunde da, kreativ und präsent, wenn sie als Solisten an der Reihe waren. Das Publikum bedankte sich überschwänglich. Eine Zugabe.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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