Sie setzen auf die Liebe: Awake Love Orchestra beim Weltmusikfestival

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Muntere Schweden: Das Awake Love Orchestra aus Kassels Partnerstadt Våsteras.

Kassel. Na, das ist doch mal ein Bandname: Awake Love Orchestra nennt sich die Formation aus Kassels Partnerstadt Våsteras, die Mittwochabend im bestens besuchten Schlachthof aufspielte.

Nomen est omen? Man möchte nicht widersprechen. Die Begrüßung von Frontmann Jonas Färnlöf gab die Richtung vor: „Wir lieben es, für liebenswerte Menschen zu singen und zu musizieren.“

Die Formation ist mit viel Spielfreude und Hingabe bei der Sache. Es wird gesungen, gelacht, geschäkert. Eine lebendige Truppe. Statt vornehmen Bühnenschicks beherrschen bunte Klamotten das Outfit. Die männliche Fraktion bevorzugt schwarze Hüte, rote Westen, die Sängerinnen tragen lange, folkloristisch anmutende Kleider. Gesungen wird auf Schwedisch, auf Englisch - und sogar in lateinischer Sprache, immer, wenn Gott gepriesen wird. Das Quintett verströmt liebenswürdigen Charme und Natürlichkeit. Auf einen Marktplatz, einen Jahrmarkt würde es gut passen. Hauptsache, es bleibt Platz zum Tanzen.

Im Schlachthof war das nicht möglich, der guten Stimmung tat das keinen Abbruch. Die munteren Schweden setzen auf Gesang und puristische Begleitung. Percussion (Christopher Sivertsen), Cello (Hanna Björk), Gitarre (Christoffer Rogerson), Loops (Jonas Färnlöf) - alles sehr sparsam, aber wirkungsvoll eingesetzt. Der Gesang, oft a cappella, mehrstimmig und von beschwörender Aura, dominiert.

Maria Sendow steht im Mittelpunkt. Eine schöne Stimme, hingebungsvolle Körpersprache. Zwischen Folk, Pop, orientalischen Klangbildern bis zum Rap pendeln die Stücke. Mit dabei: Alte Kirchenlieder, skandinavische Gebete, der Beatles-Klassiker „Come Together“, ein Schlaflied. Dieser Mix kam an.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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