Die Kolumbianerin Shakira verbindet auf ihrem neuen Album die Pop-Welten

33 Jahre, zehn Grammys, mehr als 50 Millionen verkaufte Alben - das ist Shakira. Aber man sollte nicht nur auf die nackten Fakten schauen. Foto: Jaume de la Iguana’s / nh

Bei Shakira werden selbst Männer schwach, von denen man es nicht erwartet. Der kolumbianische Literatur-Nobelpreisträger Gabriel García Márquez beschrieb seine Landsfrau einmal als junge Göttin, pries ihre „unschuldige Sinnlichkeit“ und schwärmte, dass „niemand so singen und tanzen kann wie sie“.

Als die 33-Jährige im Sommer zur Fußball-Weltmeisterschaft nach Südafrika reiste, für die sie die Fifa-Hymne beigesteuert hatte, tanzten die Beamten am Flughafen den „Waka Waka“ mit ihr und imitierten ihren berühmten Hüftschwung. Der Sommerhit ist die meistverkaufte internationale Single hier zu Lande. Und wenn Shakira im Dezember zu vier Konzerten nach Deutschland kommt, werden ihr auch Männer zujubeln, die das bislang nicht taten.

Auf ihrem siebten Album „Sale El Sol“ gibt es nicht nur eine spanische Version ihres WM-Songs, nicht nur Salsa- und Merengue-Rhythmen und nicht nur die typischen Powerpop-Balladen, die sie zwischen Kopf- und Bruststimme wechselnd singt, was dann wie Jodeln klingt. Zehn Jahre nach ihrem ersten Hit „Whenever Wherever“ kehrt Shakira nicht nur zu ihren Wurzeln zurück.

Sie wagt auch überzeugend Neues: Die Single „Loca“ hat sie mit dem britischen Rapper Dizzee Rascal aufgenommen, bei „Gordita“ ist der puertoricanische Reggaeton-Star Resident Calle 13 zu hören, und „Islands“ ist eine tolle Cover-Version eines Songs der britischen Indie-Pop-Band The XX.

Lady Gaga mag derzeit der einflussreichste Popstar sein, der globalste ist immer noch Shakira Isabel Mebarak Ripoll. Die zehnfache Grammy-Gewinnerin bringt die Musikwelten zusammen. Zugleich will sie die Welt besser machen. Mit einer Stiftung fördert die Tochter einer Kolumbianerin und eines Libanesen Not leidende Kinder in ihrem Heimatland. Über Erziehung durfte Shakira sogar an der Elite-Uni Oxford reden. „Ich will, dass die Sonne für alle scheint, so wie für mich“, sagte sie gerade in einem Interview.

„Sale El Sol“ heißt passenderweise „Die Sonne geht auf“. Allerdings geht es in den Texten oft um Liebeskummer. Ihr Freund, mit dem sie seit neun Jahren verlobt ist, soll eifersüchtig gewesen sein, nachdem sie bei einem Videodreh im Februar mit dem Tennis-Profi Rafael Nadal geflirtet hatte. Den Spanier hat das nicht geschwächt - er gewann danach alle drei Grand-Slam-Turniere.

Shakira: Sale El Sol (Epic /Sony). Wertung: vier von fünf Sternen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.