Shooting-Star Philipp Dittberner bei der langen Frizz-Nacht in Vellmar

+
Präsentierte in Vellmar seinen Hit „Wolke 4“: Singer-Songwriter Philipp Dittberner.

Kassel. Für seinen Ohrwurm „Wolke 4“ ist der junge Singer-Songwriter Philipp Dittberner mittlerweile mit Platin ausgezeichnet worden – und schwebt auf Wolke sieben.

Der 25-jährige, in Berlin geborene Künstler war am Montag bei der „Frizz-Night“, beim Sommer im Park in Vellmar, der Top-Act. Zu Recht?

Bei dem, was die Künstler, die vor ihm auftraten, an ansprechenden Texten, Emotionen und musikalischer Umsetzung boten, ist das wohl Auslegungssache.

Der Kasseler Singer-Songwriter Lucas Mohr hatte das Festival mit einem 30-Minuten-Auftritt eröffnet und die gut 250 Besucher durch seine gelungene Mischung aus Romantik und Dynamik von der ersten Minute an begeistert. Und der Schweizer Musikus Faber sorgte mit seinem rauen, charismatischen Charme, seinen wuchtigen Kompositionen, bei dem stets die Verlierer die Helden sind, und seinem Posaune spielenden Schlagzeuger Tillmann Ostendarp für das nächste Highlight.

Viel Beifall gab es danach auch für die Leipziger Formation um Frontmann und Sänger Lot, die mit rockigem Sound und eingängigen Melodien das Publikum mitrissen.

Philipp Dittberner präsentierte viele Stücke seines Albums „2.33“ und natürlich seinen Hit „Wolke 4“. Ob sein Auftritt jedoch als Höhepunkt des Festivals gelten kann – darüber gehen die Meinungen in der Tat auseinander.

Dittberners frische Art, sein Große-Jungen-Charme, kommen sympathisch rüber. Seine Lieder haben Tiefe, seine melancholisch markante Gesangsstimme kann berühren – dennoch war es kein wirklich mitreißendes Konzert.

Zwar konnte er mit Stücken wie „Das ist dein Leben“, „Tretboot“ und ganz besonders „Wolke 4“ punkten, mit dem lautem Band-Sound jedoch weniger. Ein Dittberner nur mit akustischer Gitarre - das hat Charisma, berührt. Begleitet von einer fünfköpfigen Band, geht der Zauber seiner sensiblen Stimme jedoch etwas verloren, ebenso die persönliche Note seiner Stücke.

Applaus gab es am Ende dennoch reichlich im Vellmarer Theaterzelt – wenngleich rund ein Drittel der Besucher das Konzert vorzeitig verlassen hatte.

Von Steve Kuberczyk-Stein

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.