Heute erste öffentliche Veranstaltung der d13-Gruppe „Vielleicht Bildung“

Sicht von außen ist erwünscht

Kassel. Drei Jahre lang hat die „Maybe Education Group“ der documenta 13 ohne Öffentlichkeit gearbeitet. Heute gehen die 20 Mitglieder der „Vielleicht-Bildung-Gruppe“ erstmals an die Öffentlichkeit. Die Gruppe setzt sich aus Mitgliedern des Kuratorenteams wie Chus Martinez und Rene Gabri, aus Künstlern wie Pierre Huyghe und Christian Philipp Müller sowie aus Kasseler Bürgern zusammen, die unterschiedliche soziale und künstlerischen Arbeitsfelder repäsentieren wie Ayse Gülec, Karsten Gaulke und Gerhard Wissner.

Die Gruppe, deren Ziel sowohl die Beratung der documenta-Leitung als auch die Beteiligung Kasseler Bürger an deren Planung ist, hat beispielsweise das Konzept „Vielleicht Vermittlung“ entwickelt, wonach die Besucher-führungen der d13 von Kasseler Bürgern mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen übernommen wurden.

Um dieses Vermittlungsprogramm, die bisherigen Erfahrungen damit und um Rückmeldungen von Besuchern geht es auch heute, 15 Uhr, im Bode-Saal des Ständehauses. Laut Bjoern Schirmeier, einem Tutor von „Vielleicht Vermittlung“, können sich dabei sowohl documenta-Besucher zu Wort melden, die bereits an einer d-Tour teilgenommen haben als auch solche, die sich darüber informieren möchten.

Drei Statements aus dem Kreis der Maybe Education Group sollen zudem Einblicke in das Selbstverständnis der documenta 13 geben, so Schirmeier. Chus Martinez wird über den Begriff Maybe (Vielleicht) sprechen, der im documenta-Zusammenhang eine wichtige Rolle spielt. Schirmeier selbst wird über das Black-Box-Projekt von Raimundas Malasˇauskas sprechen, und der Kasseler Architekt und Uni-Dozent Friedhelm Fischer wird über die städtebauliche Geschichte Kassels nach dem Zweiten Weltkrieg sprechen.

Laut Schirmeier freut sich sich die Gruppe auf Lob und Kritik von außen, aber auch Hinweise auf „Autorenblindheit“, die in jeder Gruppe, die lange an einem Projekt arbeitet, auftreten könne.

Heute, 15-18 Uhr, Ständehaus am Ständeplatz. Zugang mit documenta-Eintrittskarte.

Von Werner Fritsch

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