Sido sorgt für Gänsehaut: Top-Stars der Popszene beim NDR-Soundcheck-Festival in Göttingen

Sorgte mit Hits wie „Au revoir“ für Gänsehau: Rapper Sido beim NDR-Soundcheck in der Göttinger Lokhalle. Foto: Kuhl

Göttingen. Mit den Top-Stars der deutschen Popszene ist am Samstagabend mit dem großen Finale in der Lokhalle das NDR-Soundcheck-Festival in Göttingen zu Ende gegangen. Nachdem in den vergangenen Tagen musikalische Größen wie Sam Smith, Jan Delay oder Clean Bandit die Bühnen der Stadt unsicher gemacht hatten, zeigten die jungen, aufstrebenden Künstler in der Lokhalle vor gut 5000 Fans, wie lebhaft und vielseitig die deutsche Musikszene mittlerweile ist.

Höhepunkt des Mini-Festivals war der Auftritt des erfolgreichsten Rappers Deutschlands, Sido. Noch vor wenigen Jahren brachte der mit seinen derben Songtexten besorgte Eltern zum Verzweifeln. Heute scheint das alles anders. Viele junge Konzertbesucher feierten gemeinsam mit ihren Eltern den Auftritt des Berliner Künstlers, der sich zur Unterstützung seinen Rapper-Kollegen Bass Sultan Hengst mitgebracht hatte. Besonders die gemeinsamen Songs mit Sänger Mark Forster sorgten für Gänsehaut („Einer dieser Steine“ ) oder Partylaune („Au Revoir“).

Den Anfang machte das Elektropop-Duo Glasperlenspiel aus Baden-Württemberg. Mit Songs wie „Echt“ oder „Nie vergessen“ sorgten sie für einen fulminanten Start, ehe es für die Konzertbesucher einen ganz besonderen Auftritt gab. Die Rockband Jupiter Jones präsentierte sich nach der Trennung von ihrem Sänger Nicholas Müller mit ihrem neuen Frontmann, Sven Lauer. Trotz der Neuformation verzichteten Jupiter Jones zur offensichtlichen Freude des Publikums aber nicht auf ältere Hits wie „Still“ oder „ImmerFürImmer“.

Erinnerungen an die tolle Fußball-Weltmeisterschaft kamen auf, als Andreas Bourani mit seinem WM-Hit „Auf uns“ die Besucher in der Lokhalle zum Mitsingen animierte. Zwischen den Auftritten bekamen die Besucher per Leinwand noch einmal einen Eindruck davon, was während der Festivaltage in Göttingen so alles los war. Zur Überraschung der Besucher gab sich die aus Gießen stammende Band Juli die Ehre. Im Programm war die Rockband um Sängerin Eva Briegel nämlich nicht gelistet. Umso größer war die Freude, als Juli mit „Geile Zeit“, „Perfekte Welle“ und „Elektrisches Gefühl“ die Stimmung im Publikum anheizten.

Etwas ruhiger, dafür umso souliger, gab sich Sänger Mark Forster. Der Nachwuchskünstler, der gerade mit Sido und dessen Hit „Au Revoir“ die Charts stürmte, sorgte mit seiner warmen und gefühlvollen Stimme für Gänsehautmomente. Songs wie „Königin Schwermut“ und „Flash mich“ zeigten das großen Potenzial Forsters, von dem wir in nächster Zeit bestimmt noch viel zu hören bekommen werden.

Die beste Nachricht überbrachte übrigens NDR-2-Programmchef Torsten Engel noch vor Beginn des Konzerts: Das Festival wird auch im nächsten Jahr wieder in Göttingen stattfinden. Vom 12. bis 14. September 2015 heißt es dann wieder „Soundcheck“

Von Daniel Göbel

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