Das trioMotion und Saxofonist Rolf Rasch mit einem bemerkenswerten Programm im Opernfoyer

Vom Silberwald bis zum coolen Jazz

Präzision im Zusammenspiel: Das trioMotion im Opernfoyer. Foto: Fischer

Kassel. Vieles war besonders beim jüngsten Kammerkonzert mit der Flötistin Constanze Betzl sowie den Schlagzeugern Bernhard Betzl und Rüdiger Pawassar. Das trioMotion feierte ein kleines Jubiläum, handelte es sich doch um seinen zehnten Auftritt bei der Kammermusikreihe des Staatstheaters.

So gab es im Opernfoyer eine Uraufführung, später ein Abenteuer mit dem Jazz - und ein Gastmusiker kam auch vorbei.

Seine Qualitäten zeigt das trioMotion den mehr als 150 Zuhörern schon im ersten Teil: Präzision im Zusammenspiel, federnde Eleganz an Marimbafon und Vibrafon sowie Gespür für lyrische Flötentöne. Auf Stücke von Jean Sevriens, dessen „Silverwood Sonata“ auch auf CD der Gruppe zu hören ist, und Murray Houllifs luftiges Duo „Sea Breeze“ folgt eine Uraufführung von Rüdiger Pawassar.

Das Ensemble-Mitglied hat das aparte Werk „Sakura“ geschrieben - mit Anklängen an barocke Musikmodelle und dem japanischen Volkslied „Sakura“, das die für die japanische Kultur so bedeutende Kirschblüte zum Thema hat.

Nach der Pause versetzt ein Duo für Flöte und Vibrafon von Eckhard Kopetzki in eine vergnügte Stimmung, bevor authentische Jazzstücke auf dem Programm stehen. Pawassar hat Jazzaufnahmen abgehört und für das Ensemble arrangiert - ein bemerkenswertes Vorgehen, zumal für einen klassischen Musiker.

Milt Jacksons coolen Mollblues „Bags’ Groove“ gibt es wie Nummern der Fusion-Band Steps Ahead um den Vibrafonisten Mike Mainieri und den Saxofonisten Michael Brecker. Etwa die betörende, sehr amerikanische Ballade „Sara’s touch“.

Die Schlagzeuger aus dem Staatsorchester spielen gekonnt die Vibrafonsoli Jacksons und Mainieris nach. Improvisatorische Klasse zeigt ein Jazzmusiker - Rolf Rasch als stilvoll virtuoser Gast am Sopransaxofon. Das Publikum jubelt und bekommt den Standard „The Peacocks“ in der Vorlage von Bill Evans und Stan Getz als sanfte Zugabe.

Von Georg Pepl

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