Singen im Brautkleid: Hoffest im Kasseler ARM mit vielen Attraktionen

Auftritt in einem Brautkleid: Suzannah Karenina, Frontfrau der Suzannah Karenina Raw Pop Band, beim Hoffest. Foto: Hedler

Kassel. Karenina? Der Bildungsbürger denkt da an Leo Tolstois Roman „Anna Karenina“. Beim Hoffest im ARM hatte am Samstag eine andere Trägerin dieses Nachnamens einen hinreißenden Auftritt: Suzannah Karenina, die eigentlich Susanna Janke heißt und ihren Künstlernamen von dem russischen Dichter entlehnt hat.

Extravaganz war bei der Bremer Singer/Songwriterin angesagt. Suzannah Karenina und die E-Bassistin Meike Schaub trugen ausladende Brautkleider, die Bühne war mit Tüll geschmückt. Gemeinsam mit dem Schlagzeuger Christian Böttger spielten die schrägen „Bräute“ Songs, die auf das Wesentliche reduziert waren.

Die kamen treibend im Rhythmus daher, entwickelten einen emotionalen Sog dank Kareninas toller Stimme. Ein Timbre irgendwo zwischen Björk und Suzanne Vega. Es gab Zugaben-Rufe, obwohl das Konzert vor noch vergleichsweise intimer Runde stattfand.

Der Auftritt der Bremerin hatte gegen 22.30 Uhr begonnen, eine frühe Zeit bei einem solchen Event. Doch nach Mitternacht waren alle Räume des verwinkelt-weitläufigen Geländes bestens gefüllt, und beim Eingang standen die Leute Schlange.

Auftritt in einem Brautkleid: Suzannah Karenina, Frontfrau der Suzannah Karenina Raw Pop Band, beim Hoffest. Foto: Hedler

Prallvoll mit Musik aus nahezu allen Stilen war das zweitägige Hoffest. Zur gleichen Zeit wie Karenina servierte etwa im sogenannten Tingeltangel das Weimarer Trio Crepes Sucette eine gepfefferte Straßenmusik, während die Große Weinkirche später zum Auftrittsort von Hip-Hop-Formationen wie Sam & Max und ZWGSTL (Zweigstelle) avancierte.

„Treff den Chef“

Zu den Live-Konzerten kam ein ebenso großes Aufgebot an DJs, und in dem bunten Treiben gab‘s noch andere Attraktionen von indisch-asiatischen Gerichten bis hin zu Pingpong an der Schwarzlicht-Tischtennisplatte. Ein besonderes Spiel hieß „Treff den Chef“. Die Chefs von ARM und Lolita-Bar, Ralph Raabe und Bob Wachholder, ließen sich mit nassen Schwämmen bewerfen – für einen guten Zweck, denn der Erlös dieser Aktion geht als Spende an den Kasseler Kinder- und Jugendbauernhof.

Von Georg Pepl

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