Sanftes Solo: Singer-Songwriter Kieran Goss im Schlachthof

Er liebt die sanfte Tour: Sänger und Gitarrist Kieran Goss. Foto: Fischer

KASSEL. Bei seinem vormaligen Auftritt spielte Kieran Goss mit einem Trio im Schlachthof, am Dienstagabend bestritt der 52-jährige Ire ein Solokonzert, im zweiten Set von seiner Frau Annie Kinsella gesanglich unterstützt.

„Solo“ lautet auch der Titel seiner aktuellen CD, von deren Songs er einige im Programm hatte.

Der schlicht gekleidete, kleingewachsene Musiker benötigte kein aufwendiges Brimborium, um das Publikum im fast komplett gefüllten Saal um den Finger zu wickeln: Seine witzige, charmante Ausstrahlung, gepaart mit einem britischen Akzent, sprang sofort auf die Zuhörer über.

Aber vor allem waren da ja sein sparsames, aber ausgezeichnetes Gitarrenspiel (mit einer Mischung aus Fingerpicking und Plektrumanschlag) und die meist sanfte, bei langen Tönen vibrierende Stimme. Der frühere Anwalt und einst in Köln aktive Straßenmusiker gab ruhige Eigenkompositionen wie „Just around the corner“ und „Reasons to leave“ zum Besten. Letztere befasst sich mit dem Thema Emigration, wovon auch die Familie des mit vierzehn Geschwistern aufgewachsenen Musikers betroffen ist. Einige Brüder und Schwestern leben in Kanada, Australien und New York.

Im zweiten Konzertteil zeigte Goss mit „You can make me smile“, dass er auch groovig spielen kann, und aus seiner Nashville-Zeit brachte er einen nach Country klingenden Song zu Gehör. Ein Konzert-Highlight waren jedoch die mit seiner Frau Annie Kinsella zweistimmig gesungenen Lieder. Mit samtweicher Stimme erzeugte sie Gänsehaut-Feeling.

Mit drei Zugaben, dabei „Reach out, I’ll be there“, verabschiedeten sich Goss und Kinsella von ihrem begeisterten Publikum.

Von Wolfgang Wollek

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