"Prayer in C"

Der Sommerhit 2014 kommt aus Osnabrück

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Ihr Sommer klingt gut: DJ Robin Schulz (von links) remixte einen Song des französischen Folkpop-Duos Lilly Wood & The Prick, Cro ließ Mädchenherzen höher schlagen, und Andreas Bourani lieferte den Soundtrack für den deutschen WM-Triumph. Fotos: Geturshot.com/Baum/Botor

Der Sommer ist auch nicht mehr das, was er mal war - nicht mal einen richtigen Hit gab es, oder doch? Eine Übersicht über die wichtigsten Ohrwürmer.

Fast hätte man bei diesem Wetter vergessen, dass Sommer ist. Sogar ein richtiger Sommerhit fehlte dieses Jahr. Nun hat der Chart-Ermittler GfK Entertainment aber doch einen Sieger gekürt: „Prayer In C“ vom französischen Folkpop-Duo Lilly Wood & The Prick in der Version des Osnabrücker DJs Robin Schulz stand fünf Wochen auf Rang eins der Charts und erfülle auch sonst alle Kriterien eines Sommerhits: einfache Melodie, tanzbarer Rhythmus und simpler Text. Wir stellen die wichtigsten Ohrwürmer vor.

Für alle: „Prayer In C“ (Lilly Wood & The Prick and Robin Schulz). Robin Schulz wusste gleich, dass dieses Lied ein Hit werden würde. Der DJ aus Osnabrück nahm den Refrain und das eingängige Gitarrenriff aus dem vier Jahre alten Song des französischen Duos und fertigte einen Dance-Remix an, der jedes Büro in einen Beach-Club verwandelt. Innerhalb eines Monats wurde der Track mit Lilly Woods herber Stimme und den House-Beats mehr als eine Million Mal bei Soundcloud angehört.

Schulz legt mittlerweile auf Ibiza und in London auf, lebt aber weiterhin in einer 47 Quadratmeter großen Wohnung in seiner Heimatstadt. Der 27-Jährige ist der Milky Chance von Osnabrück.

Für Mädchen: „Traum“ (Cro). Der Stuttgarter Pop-Rapper mit der Pandamaske macht weiterhin seine meist weiblichen Fans glücklich. Auch die Single „Traum“ ist ein unwiderstehlicher Ohrwurm, allerdings wurde sie das schon im Mai - zu früh für einen Sommerhit.

Für Fußball-Fans: „Auf uns“ (Andreas Bourani). Die Pop-Schlager-Hymne des Augsburger Sängers lief während der WM auf jeder Fanmeile. Ihr fehlt aber das Ballermannhafte eines typischen Sommerhits.

Für alle, denen es nicht warm genug war: „Summer“ (Calvin Harris). Heiße Beats, eine eingängige Melodie und ein überschaubarer Text, der zum Mitsingen einlädt. Der Schotte Calvin Harris, einer der bestbezahlten DJs der Welt, liefert mit der lässigen House-Nummer „Summer“ alles, was ein Sommerhit braucht. Wer das Lied hört, denkt zwangsläufig an einen perfekten Sommertag am Strand.

Für Sexsüchtige: „Sexotheque“ (La Roux). Das zweite Album der Londoner Sängerin bietet ausschließlich Sommerhits. Am gelungensten von all den Synthiepop-Perlen ist dieses Lied über einen Mann, der süchtig nach Sex-Clubs ist.

Für alle, die einfach nur Party machen wollen: „Biste braun, kriegste Fraun“ (Mickie Krause): Wer einen hohen Anspruch an Text und Musik stellt, ist bei Entertainer Mickie Krause falsch. Aber darum geht es beim Sommerhit auch nicht. Partylöwe Krause serviert mit der Dance-Nummer „Biste braun, kriegste Fraun“ einen Song zum Abgehen an heißen Tagen. Und der funktioniert nicht nur am Ballermann. Wer dieses Jahr über die Campingplätze der Festivals schlurfte, kam nicht um den Song herum.

Von Matthias Lohr und Nina Thöne 

Sommer-Hits der vergangenen Jahre

2014: „Prayer In C“ (Lilly Wood & The Prick and Robin Schulz) 2013: „Wake Me Up“ (Avicii)

2012: Kein eindeutiger Hit ermittelt. Favoriten waren „I Follow Rivers“ (Lykke Li ) und „One Day/Reckoning Song“ von Asaf Avidan und DJ Wankelmut.

2011: „Mr. Saxobeat“ (Alexandra Stan)

2010: „We No Speak Americano“ (Yolanda Be Cool & Dcup)

2009: „Jungle Drum“ (Emiliana Torrini)

2008: „I Kissed A Girl“ (Katy Perry)

2007: „Hamma!“ (Culcha Candela)

2006: „Crazy“ (Gnarls Barkley)

2005: „Maria“ (US5)

2004: „Dragostea din tei“ (O-Zone)

2003: „Ab in den Süden“ (Buddy vs. DJ The Wave)

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