Die Sommerhits 2016: Tanz den Remix

Die Gesichter des Pop-Sommers: Die französische Sängerin Imany (von links) landete mit einem Remix, den zwei russische DJs bastelten , den Hit der Saison. Die Australierin Sia punktet nicht nur mit lustigen Grimassen, sondern auch mit einer unfassbar tollen Stimme. Und Justin Timberlake sorgt für gute Laune. Fotos: Universal/Sony/nh

Zum dritten Mal in Folge ist mit „Don’t Be So Shy“ von der französischen Sängerin Imany ein Remix zum Sommerhit gekürt worden. Wir stellen ihn und andere Favoriten vor.

Wenn gerade nicht die Meldung von GFK Entertainment gekommen wäre, hätte man fast vergessen, dass Sommer ist. Mitten in einem stabilen Tiefdruckgebiet, das es seit Tagen herbstlich regnen lässt, vermeldeten die Ermittler der deutschen Charts, dass der Sommerhit feststeht. Demnach tanzen diese Saison alle zu einer Dance-Version von „Don’t Be So Shy“ der französischen Sängerin Imany. Damit ist zum dritten Mal in Folge ein Remix der Sommerhit. Hier sind unsere Favoriten.

Für Aufreißer:Don’t Be So Shy“ von Imany (Filatov & Karas Remix).

Das Lied ist eigentlich ein alter Hut. „Don’t Be So Shy“ war bereits vor zwei Jahren in der französischen Komödie „French Women - Was Frauen wirklich wollen“ zu hören. Was Sommerhit-Fans wirklich wollen, ist klar: eingängige Deep-House-Beats und Texte, die beim Urlaubsflirt hilfreich sein können.

Die chilligen Beats hatten die Moskauer DJs Dmitry Filatov & Alex Osokin, die sich Filatov & Karas nennen, schnell aus dem Laptop geholt. Und Imany singt davon, dass man nicht so schüchtern sein, sondern am besten gleich die Sachen ausziehen soll. Das versteht jeder.

Dabei macht die 37 Jahre alte Pariserin, deren Eltern von den Komoren-Inseln nach Frankreich einwanderten, eigentlich anspruchsvollen Soul. Am 26. August erscheint ihr Album „The Wrong Kind Of War“, das nach Tracy Chapman, Bob Dylan und dem Wu-Tang Clan klingen soll, aber nicht nach billiger Electronic Dance Music.

Für Fans von Männerstimmen:  „Can’t Stop This Feeling“ von Justin Timberlake.

Frauenstimmen prägen nicht nur diesen Sommer. Wie gut, dass es Justin Timberlake gibt. Der US-Sänger hat sich vom schwedischen Star-Produzenten Max Martin einen sicheren Hit produzieren lassen. Klingt, als hätte Langnese aus Daft Punks „Get Lucky“ einen Song für eine Eiswerbung gemacht.

Für Anspruchsvolle:  „Cheap Thrills“ von Sia.

Timberlake erfüllt aber ein wichtiges Sommerhit-Kriterium nicht: Der Künstler darf in den Vorjahren keine großen Chartserfolge gelandet haben. Insofern scheidet auch die Australierin Sia aus. Die 40-Jährige schrieb Hits für Rihanna, Beyoncé und Katy Perry, ehe sie selbst den Durchbruch schaffte. Das sommerliche „Cheap Thrills“ hat Sia mit dem jamaikanischen Dancehall-Sänger Sean Paul aufgenommen. Ihre rauchige Stimme ist das Markenzeichen der Künstlerin, die für manche schon die „bessere Adele“ ist.

Für alle, die sich nach dem vorigen Sommer zurücksehnen: „Please Tell Rosie“ von Alle Farben und Younotus. 

Das Problem bei den erfolgreichen Electronic-Dance-Music-Acts ist, dass sich alle ähnlich anhören. Die neue Single des Berliner DJs Alle Farben etwa könnte man mit „Bonfire“ von Felix Jaehn verwechseln, der sich wiederum so anhört wie sein 2015er-Sommerhit „Ain’t Nobody“.

Und dann gibt es noch den französischen Deep-House-DJ Kungs, der den alten Soulsong „This Girl“ der australischen Band „Cookin’ on 3 Burners“ bearbeitet hat, womit wir wieder beim Erfolgsprinzip von Imany wären. Es ist wirklich Zeit, dass es Herbst wird.

Sommerhits

2016: „Don’t Be So Shy“ (Imany, Filatov & Karas Remix)

2015: „Aint’ Nobody (Loves Me Better)“ (Felix Jaehn feat. Jasmine Thompson)

2014: „Prayer In C“ (Lilly Wood & The Prick and Robin Schulz)

2013: „Wake Me Up“ (Avicii)

2012: „I Follow Rivers“(Lykke Li)

2011: „Mr. Saxobeat“(Alexandra Stan)

2010: „We No Speak Americano“ (Yolanda Be Cool & Dcup)

2009: „Jungle Drum“ (Emiliana Torrini)

2008: „I Kissed A Girl“(Katy Perry)

2007: „Hamma!“(Culcha Candela)

2006: „Crazy“(Gnarls Barkley)

2005: „Maria“(US5)

2004: „Dragostea din tei“(O-Zone)

2003: „Ab in den Süden“(Buddy vs. DJ The Wave)

2002: The Ketchup Song (Las Ketchup)

Quellen: Offizielle deutsche Single-Charts

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.