Jetzt geht es um die Wurst

Ohne große Namen: Song für Eurovision Song Contest gesucht

Das Duo Mrs. Greenbird wurde 2012 bei X Factor“ entdeckt. Fotos: ndr

In der ARD wird heute der deutsche Vertreter für den Eurovision Song Contest in Österreich gesucht (20.15 Uhr). Das sind die Kandidaten:

Fünf Jahre nach dem Triumph von Lena Meyer-Landrut beim Eurovision Song Contest (ESC) in Oslo ist vom Grand-Prix-Fieber in Deutschland nichts mehr zu spüren. Zuletzt fuhren Cascada (21.) und Elaiza (18.) ernüchternde Ergebnisse ein.

Lena-Entdecker Stefan Raab hat sich längst zurückgezogen aus der Talentsuche des Norddeutschen Rundfunks. Große Namen sucht man beim Vorentscheid „Unser Song für Österreich“ heute in Hannover vergeblich. Elaiza sind daran nicht ganz unschuldig: Das Frauen-Trio hatte im Vorjahr mit Unheilig und Santiano gleich zwei Favoriten ausgestochen. Etablierte Stars können beim ESC nur verlieren. Aber vielleicht wird heute ein neuer Star entdeckt, der am 23. Mai beim Finale in Wien punktet.

Der Wettbewerb

Wie in den Vorjahren haben bei dem von Barbara Schöneberger moderierten Vorentscheid die Zuschauer per Anruf und SMS das Sagen. In der ersten Runde werden aus den acht Kandidaten vier ausgesiebt. Danach präsentieren die vier Besten einen zweiten Song. Aus den insgesamt acht Songs der vier Acts schaffen es zwei ins Finale.

Die Kandidaten

Fahrenhaidt: Die Musik ihrer Band bezeichnen die Berliner Produzenten Erik Macholl und Andreas John als „Nature-Pop“. Neben der Stimme von Gastsängerin Amanda Petersen hört man Naturgeräusche.

Faun: Was die anderen Europäer wohl von Deutschland denken müssen, wenn es diese Mittelalter-Pop-Band aus Grafelfing bei München mit ihren Flötenklängen tatsächlich nach Wien schaffen sollte?

Alexa Feser: Die Berlinerin war früher Background-Sängerin bei den No Angels. Ihre Piano-Balladen erinnern an Rosenstolz.

Mrs. Greenbird: Das Duo gewann 2012 die Castingshow „X Factor“. Sein ruhiger Folk-Pop könnte auch im Radio laufen. Aber kann er auch beim schrillen ESC bestehen?

Andreas Kümmert: Als der Blues-Sänger 2013 die Castingshow „The Voice of Germany“ gewann, fühlten sich manche nicht nur an Joe Cocker erinnert, sondern auch an Michael Holderbusch aus Baunatal, der es mit einer ähnlichen Stimme 2010 fast zum RTL-„Supertalent“ gebracht hätte.

Laing: Das Berliner Electropop-Quartett überraschte 2012 mit einem zweiten Platz bei Stefan Raabs Bundesvision Song Contest. Der neue Song der vier Frauen klingt jedoch gar nicht mehr so cool: "Zeig deine Muskeln".

Noize Generation: Mit Techno für die Großraum-Disco ist der in der Ukraine geborene Jewgeni Grischbowski zu einer Art David Guetta von München geworden, wo er lebt. Könnte weit vorn landen.

Ann Sophie: Die Hamburgerin heißt eigentlich Ann Sophie Dürmeyer und sicherte sich die Teilnahme per Wildcard mit einem stimmgewaltigen Auftritt beim Clubkonzert Mitte Februar in Hannover.

Die Show

Weil die Verantwortlichen beim NDR den weitgehend unbekannten Acts offensichtlich nicht vertrauen, lassen sie für die Show auch noch Vorjahressiegerin Conchita Wurst einfliegen. Die österreichische Dragqueen stellt ihre neue Single vor. Außerdem treten Mark Forster und Stefanie Heinzmann auf.

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