Drei Gründe, warum der Song "110" eine echte Überraschung ist

Song mit Gangster Rappern: Kasselerin Lea singt mit Capital Bra und Samra

Popsängerin Lea: Die gefühlvolle Sängerin aus Kassel hat gemeinsam mit Capital Bra und Samra einen gefühlvollen Love-Rap aufgenommen.
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Popsängerin Lea: Die gefühlvolle Sängerin aus Kassel hat gemeinsam mit Capital Bra und Samra einen gefühlvollen Love-Rap aufgenommen.

Für eine echte Überraschung sorgt die Kasseler Sängerin Lea - gemeinsam mit den Gangster-Rappern Capital Bra und Samra hat sein ein Lied aufgenommen. 

Kassel/Berlin – Ihre Stimme klingt zerbrechlich und stark zugleich. Die Songs, mit denen die aus Kassel stammende Lea die Charts eroberte, heißen „Leiser“, „Immer, wenn wir uns sehen“ und „Zwischen meinen Zeilen“. Es sind gefühlvolle Popsongs. Liebeslieder. Jetzt hat die 27-Jährige, die mittlerweile in Berlin lebt, für eine große Überraschung gesorgt.

Mit keinem Geringeren als dem Gangster-Rapper Capital Bra hat sie einen neuen Song veröffentlicht. Der heißt „110“ und handelt von einer Beziehung, die in einer handfesten Krise steckt. Drei Gründe, warum die Zusammenarbeit von Capital Bra, dessen Rapkollege Samra und Popsängerin Lea eine faustdicke Überraschung ist.

1. Der Sound: Lea gibt stimmlich den Ton an

Rapper Capital Bra - diesmal ganz gefühlvoll: Gemeinsam mit der Kasselerin Lea und Rap-Kollege Samra hat er den Song "110" eingespielt.

Nicht nur Lea, vor allem Capital Bra (er ist mit zwölf Nummer-eins-Hits in Deutschland erfolgreicher als die Beatles) und Samra hauen derzeit einen Hit nach dem anderen raus. Allerdings bislang in komplett unterschiedlichen musikalischen Richtungen. Capital Bra ist extrem erfolgreich als einer von der harten Rapper-Sorte und Lea ist eine Singer/Songwriterin, die mit ihrer gefühlvoll-zarten Stimme eher für die sanften Töne steht. 

Letzteres ist auch diesmal so, denn nicht etwa Lea macht jetzt einen auf Gangster-Rapperin – im Gegenteil: Sie bleibt sich musikalisch treu. Für Capital Bra und Samra hingegen ist es der erste poppige Love-Rap ihrer Karriere. Der geht ins Ohr und ist durchaus charttauglich, wie die aktuelle Platzierung in den Single-Charts zeigt: Platz eins für „110“. Die Fans scheinen den sonst so harten Jungs den Gefühlsausbruch nicht übelzunehmen. Und auch wenn die Rapper größere Verkaufserfolge als Lea erzielen, stimmlich gibt sie in „110“ den Ton an.

2. Der Text: 

„Wenn wir uns doch lieben, warum tun wir uns weh-eh? Ich weiß, ich hab’s übertrieben, doch will nicht, dass du geh-ehst. Du schreist mich an und ich geb’ dir die Schuld und der Nachbar von oben wählt 110.“ Zugegeben: Für Leas Verhältnisse geht es diesmal textlich etwas härter zur Sache. Doch ist es kein Diss-Track, der unter die Gürtellinie oder gar zulasten anderer geht. Und: Lea schafft es, allein mit der feinfühligen Kraft ihrer Stimme, auch diesmal wieder eine Art Schutzhülle um ihren Text aufzubauen, die kein Gangster-Rap zerstören kann.

3. Die Abfuhr: Helene Fischer wollte nicht mit Capital Bra singen

Zu gerne wollte Capital Bra mit Helene Fischer einen Titel aufnehmen, doch der Berliner kassierte von der Schlagersängerin eine Abfuhr. Lange gegrämt hat sich der 27-Jährige nicht, so kam es zum überraschenden Song mit Lea – und der kann sich hören lassen. Lea: 12.11., Stadthalle Kassel. Karten: 0561/203204.

Mehr zu Musik und Rap aus der Gegend: Interview mit dem Kasseler Rapper DYMA.

Nach Milky Chance ist Lea Kassels erfolgreichster Pop-Star. Vor Erscheinen ihres dritten Albums nimmt die Sängerin an "Sing meinen Song" auf Vox teil.

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