Sonntag Tatort "Freigang": JVA Rosdorf war Drehort

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Drehort des Stuttgarter Tatorts: Die Justizvollzugsanstalt Rosdorf bei Göttingen.

Rosdorf. Zwei Wochen lang hat ein Team des südwestdeutschen Rundfunks (SWR) in der Justizvollzugsanstalt Rosdorf (Landkreis Göttingen) Szenen für den Stuttgarter „Tatort: Freigang“ gedreht. Am Pfingstmontag (20.15 Uhr, ARD), wird der Fernsehkrimi ausgestrahlt.

„Das Ergebnis hat mich überzeugt“, sagt Anstaltsleiterin Regina-Christine Weichert-Pleuger, die den „Tatort“ bereits vor der TV-Premiere sehen durfte. „Aber natürlich muss bei einem Fernsehfilm vieles Fiktion bleiben.“ Dennoch habe Regisseur Martin Eigler großen Wert darauf gelegt, den Haftalltag so realitätsnah wie möglich darzustellen, ohne den Krimi an Spannung verlieren zu lassen.

Für die Dreharbeiten im Oktober 2013 wurde eigens eine Station freigeräumt. Aber auch in anderen Bereichen der Rosdorfer JVA wurde gedreht. Laut Weichert-Pleuger war das eine logistische Herausforderung, aber „die Zusammenarbeit funktionierte hervorragend.“ Der Kontakt zwischen den Filmleuten und der JVA Rosdorf sei über den SWR zustande gekommen. Die Rundfunkanstalt hatte „Location-Scouts“ losgeschickt, um die perfekte Kulisse für den Tatort-Dreh zu finden.

Justizvollzugsanstalten im ganzen Bundesgebiet wurden unter die Lupe genommen, doch letztlich habe das Team sich für Rosdorf entschieden. „Gesucht wurde eine moderne Anstalt – das war ein ausdrückliches Anliegen des Regisseurs“, sagt die Anstaltsleiterin. Eigler habe einen Kontrast schaffen wollen zu den „typischen Knast-Darstellungen in Spielfilmen mit hohen Mauern und Stacheldraht“.

„So arbeiten wir nicht“

Dem habe sie gern entsprochen, auch um über die Arbeit und die tatsächlichen Gegebenheiten zu informieren. „An vielen Stellen haben wir das Filmteam beiseite genommen und darauf hingewiesen, dass wir so nicht arbeiten“, erzählt Weichert-Pleuger von Korrekturen ihrerseits.

Den „Tatort“, in dem es darum geht, wie ein inhaftierter Straftäter einen Mord verüben kann, wird sich Regina-Christine Weichert-Pleuger gern noch einmal im Fernsehen anschauen. Schließlich ist sie auch als Komparsin zu sehen – ihre eigentliche Profession, die der Gefängnisleiterin, verkörpert aber eine Schauspielerin. Auch Mitarbeiter der JVA und einige Insassen haben Statistenrollen übernommen.

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