Sängerin Nuria Rial begeisterte in der Aula der Göttinger Universität mit Händels „Neun deutschen Arien“

Ihr Sopran funkelt von innen heraus

Göttingen. Zu den steil ansteigenden Sternen am Sängerhimmel gehört die Katalanin Nuria Rial, die am Freitagnachmittag vor 400 begeisterten Zuhörern in der Aula der Universität ein Konzert gab. Nicht den äußeren Effekt, nicht Stimmakrobatik stellte sie dabei in den Vordergrund, sondern die pure Schönheit ihrer Stimme. Händels „Neun deutsche Arien“, die irgendwo zwischen schlichtem Choral und Opernarie anzusiedeln sind, hatte sie als musikalische Visitenkarte ausgewählt. Die für uns heute unsäglich empfindsamen Texte braucht man nicht zu verstehen; Nuria Rial nahm dennoch sie zum Anlass, ihren Sopran funkeln und von innen heraus strahlen zu lassen. Besonders gut gelang dies in „Süße Stille, sanfte Quelle“, wo ruhige und bewegte Passagen sich die Hand reichen. Es begleitete die „Austrian Baroque Company“ mit ihrer (manchmal zu) starken Continuogruppe.

Das Barockensemble steuerte darüber hinaus Instrumentalstücke von Händel und Telemann bei. Das ganz große musikalische Glück gab es dann in der Zugabe, als Nuria Rial die berühmte Arie „Lascia ch’io pianga“ aus Händels Oper „Rinaldo“ sang und einen rührenden Schlusspunkt unter einen bedeutenden Auftritt setzte.

Von Johannes Mundry

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