Sorgte für Gänsehaut: Edo Zanki im Schlachthof

Kassel. Es soll ja noch Leute geben, die behaupten, Soul und deutsche Texte könne nicht zusammengehen. Sie hätten nach dem Freitagabendkonzert von Edo Zanki und Band im Schlachthof ihre Ansicht auf den Prüfstand stellen müssen.

In einem äußerst unterhaltsamen Zweistundenkonzert ohne Längen verstand es das frisch verheiratete 61-jährige Multitalent Zanki, sein zahlreich erschienenes Publikum zu fesseln - in erster Linie mit seiner in ihren besten Momenten Gänsehaut erzeugenden Stimme und der Musik, aber auch mit den persönlichen kleinen Geschichten zwischen den Songs, vorzugsweise über das andere Geschlecht.

Es gab jedoch nicht nur deutschsprachige Texte des Soulpaten zu hören: Romantische Schmusesongs wie „Dein roter Mund“ und „Heimkommen“ wurden ergänzt durch Paul Simons Reggae „Mother and child reunion“, Roberta Flacks „First time I ever saw your face“ und „In my secret life“ des Singer-Songwriter-Grandseigneurs Leonard Cohen. Das alles präsentierte die fünfköpfige Band in souveränen, völlig relaxten Versionen, an denen man nichts bemängeln konnte: Gitarrist Joerg Dudys spielte sparsam, verstand es aber mehrfach, den Songs in den richtigen Momenten immer noch ein Highlight aufzusetzen.

Die dynamischen, pulsierenden Rhythmen steuerten Drummer Mario Garuccio und Bassist Willy Wagner bei. Lobenswert der transparente Gesamtsound. Zum Abschluss erklatschten sich die begeisterten Zuhörer eine längere Zugabe in Form einer Jamsession mit Zitaten aus „Proud Mary“ und „Papa was a rolling stone“.

Von Wolfgang Wollek

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