Soundtrack des Festes: Open-Flair endet mit Drum'n'Bass-Band Pendulum

Überzeugend: Michi Beck von den Fantastischen Vier. Foto:  Schoelzchen

Eschwege. Wie beendet man ein Festival gebührend, das drei Tage lang mit Namen wie Die Fantastischen Vier, Iggy & The Stooges, Bullet For My Valentine oder Rise Against sein Publikum zu ekstatischen Ausbrüchen animiert hat? Die Organisatoren des Eschweger Open-Flair-Festivals haben die einzig richtige Antwort gefunden: Mit einem lauten Knall.

Geliefert wurde der am Sonntagabend von der australischen Drum-’n’-Bass-Band Pendulum. Wenn es zu diesem Zeitpunkt noch Festivalbesucher gegeben haben sollte, die mit Energiereserven aufwarten konnten, nach diesem Konzert dürften sich auch ihre Akkus entladen haben. Mit einem fast schreienden Meer aus Bässen, Drums und Synthesizern, aber auch rockigen Gitarren brachten die Australier Tausende von Fans zum Ausflippen. Titel wie „Slam“ oder „Fasten Your Seatbelt“, beide aus dem Album „Hold Your Color“ von 2007, lieferten damit den elektronischen Soundtrack dieses Festivals.

20 000 Besucher fielen in diesem Jahr in Eschwege ein, der Anteil an verkauften Tagestickets war dabei gering. Allein 15 000 Menschen richteten sich auf den Campingflächen ein. Damit war das Open Flair wie auch im vergangenen Jahr ausverkauft - allerdings viele Wochen früher als noch 2010. Vor zwölf Wochen war das Ticketkontingent erschöpft, im Vorjahr gelang das erst zwei Wochen vor Start.

92 Künstler hatte der Arbeitskreis für das 27. Open Flair verpflichten können. Und die Mischung überzeugte. HipHop, Rock, Punk, Kleinkunst, die Organisatoren stellten sich mit Bedacht breit auf. Höhepunkt des ersten Tages: der Auftritt der Fantastischen Vier. Viel Spontaneität und vor allem die Lust am Performen, die ihnen unentwegt aus dem Gesicht spricht, sind ihr Erfolgsrezept. Statisch wirkte daneben der durchchoreografierte Auftritt der Berliner Band Culcha Candela.

Zum Erfolg des Festivals beigetragen haben zum dritten Mal auch die Auftritte auf der Seebühne. Bands wie Jupiter Jones passten sich mit einer unverkrampft lockeren Bühnenshow in das entspannte Seeambiente ein. „Das Konzept, den See in das Festival einzubeziehen, geht auf. Das ist irre“, bilanzierte Organisator Alexander Feiertag.

Neben großen Namen bot das Festival eine ganze Reihe unbekannter Gesichter. Unter ihnen die Eschweger von Valerie’s Frenzy, die am Freitag mit ihrer Mischung aus Pop und Punk die Freibühne eröffneten. „Das war richtig geil. Wir hatten so einen Spaß“, erzählte Sänger Björn Bachmann (18) nach dem Auftritt. Über einen Wettbewerb hatten sich die fünf Jungs für das Flair qualifiziert. „Die Stimmung war genial.

Von Alexandra Müller

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.