Der Soundtrack für Tanz und Sex: Paul Reddick mit Guitar Ray & The Gamblers

Rhythmisch interessant: Guitar Ray (eigentlich Ray Scona, links) und Paul Reddick lieferten sich Duelle. Foto: Fischer

KASSEL. Zu Beginn der Saison präsentierte Markus Knierim Montagabend im Theaterstübchen mit dem Kanadier Paul Reddick und Guitar Ray & The Gamblers den ersten internationalen Act.

Der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Sänger und Mundharmonikavirtuose bot dem zahlreich erschienenen, durch die Sommerpause bluesmusikalisch ausgehungerten Publikum ein gut zweistündiges Programm, das sich aus Stücken seiner aktuellen CD „Wishbone“ (nach Reddicks Meinung der Soundtrack für Tanz und Sex) speiste, aber auch auf die Vorgängeralben „Sugarbird“, „Villanelle“ und „Rattlebag“ zurückgriff.

Komplettiert wurden die Sets durch Kompositionen des Italieners Ray Scona, der unter seinem Künstlernamen Guitar Ray firmierte. Bassist Gabriele Dellepane und Drummer Marco Fuliano bildeten als The Gamblers die Rhythmusgruppe in einem kurzweiligen, rhythmisch interessant gestalteten Konzert, in dem Drummer und Bassist kein einziges Solo spielten, aber den fruchtbaren Boden für die ausgedehnten Ausflüge von Mundharmonika und Gitarre bereiteten. Dabei zeigten die vier Musiker, dass sie eine bestens eingespielte Einheit bilden, in der jeder Ton und Schlag an der richtigen Stelle saßen.

Ausgestattet mit einer leicht kratzigen Stimme, die ihre Stärken in den mittleren Lagen hat, leuchtete Reddick jedoch vornehmlich mit seinen Mundharmonika-Soli nahezu alle Facetten aus, die der Blues zu bieten hat. Mit der Gitarre von Ray Scona lieferte er sich spannungsreiche Duelle, die begeistert aufgenommen wurden. Einziges Manko: Der wortkarge Reddick sagte kaum etwas zu seinen Songs, sodass man über die Titel der Eigenkompositionen nur rätseln konnte.

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