Spaß mit Balladen: Die MiK-Jazznacht im Kulturzentrum Schlachthof

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Viel Beifall für engagierter Spiel: Im Bild (von links) Albrecht Schmücker, Günter Apell, Karl-Heinz Wiese und Inge Simon.

Kassel. „Ein Leben ohne Balladen ist möglich, aber sinnlos“, meinte Posaunist und Musikschullehrer Albrecht Schmücker in einer launigen Ansage bei der MiK-Jazznacht im Kulturzentrum Schlachthof.

Wieder einmal musizierten dort drei Jazzbands des Musikzentrums im Kutscherhaus (MiK) – ganz nach der Devise: lernen, Spaß haben und auftreten. Der erfahrene Jazzer Schmücker war dabei in mehrfacher Funktion zu erleben: als anfeuernder Ensemble-Leiter, als Moderator, Komponist und mit seiner Posaune. Dass das Leben nicht sinnlos ist, um den netten Spruch aufzugreifen, bewies er etwa gemeinsam mit dem Greencard Ensemble in der schmachtenden Ballade „You Don’t Know What Love Is“.

Doch auch zahlreiche flotte Jazzhits schmückten das Programm, das rund 30 Zuhörer mit viel Beifall belohnten. Der Abend verdiente zudem das Prädikat „pädagogisch wertvoll“. Letzteres galt in hohem Maße, als auch die jungen Nachwuchs-Jazzer Emil Fahlbusch (Schlagzeug) und Rubens Hamacher (Klavier) mitspielten. Jazz quer durch die Generationen.

Als zweite Gruppe bewies die Blue Note Jazzband ihr starkes Engagement, ehe das fortgeschrittene Golden Globe Orchestra fürs große Finale sorgte. In allen drei Bands spielte Eric Böhme, zuvor am E-Bass, hier mit heißem Tenorsaxofon. Valerij Geneberg steuerte den bewährten Trompetenglanz bei. Und Monika Molinski wechselte einmal vom Altsaxofon zum hohen Sopransax – in Schmückers Stück „Mamba Verde“. Keine Ballade übrigens, sondern eine feurige Latin-Komposition.

Von Georg Pepl

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