Spaß mit Mac und Mufti: Liederjan im Schloss

Ein ganzes Arsenal an Instrumenten: Michael Lempelius (von links), Jörg Ermisch und Hanne Balzer sind das Trio Liederjan. Foto: Malmus

Kassel. Dass Wilhelm Busch an diesen frech-fröhlichen Musikern seine Freude gehabt hätte, davon darf man wohl ausgehen. Respektlos, kreativ, anarchisch, alternativ – Liederjan ist eine Formation, die so recht in die Werke von Busch gepasst hätte.

Zum Abschluss der Sonderausstellung „Wilhelm Busch und die alten Meister“ am kommenden Wochenende gab die fast schon legendäre, seit über drei Jahrzehnten aufspielende norddeutsche Folkgruppe mit Michael Lempelius, Gründer Jörg Ermisch und Hanne Balzer zu Ehren Buschs am Mittwoch im Café Jérôme im Museum Schloss Wilhelmshöhe ein Konzert. Viel frecher Humor und fröhliche Musik waren Trumpf.

„Eins, zwei: Drei, im Sauseschritt“ heißt ihr Programm. Passend, wenn auch in gemächlicher Gangart, kamen die drei die Treppe zum Café herunter. Auf den Lippen ein fröhlich-rhythmisches „Ricke, racke, Schwuppediwupp, Bums“. Es folgte eine verspielte, mit viel Lächeln vorgetragene Hommage, die mit einer Fülle von Busch-Zitaten und Anekdoten für viel Vergnügen sorgte.

Dergleichen die Musik von Liederjan. Mit der Geschichte vom „Frosch und Fink“ zur Melodie der Vogelhochzeit wurden die gut 100 Besucher zum Mitsingen animiert, „die Freude über die rote Jacke“ intoniert, Max und Moritz als „Mac und Mufti“ in einer Punkversion präsentiert und viel Wissenswertes auch über den Privatmenschen Busch serviert. So zehn Paragrafen, die er einst notierte, um seinem Studentenleben mehr Richtung, Antrieb und Motivation zu geben. Sehr witzig auch, wie zwei kleine, an Holzstäben befestigte Max-und-Moritz-Puppen in Jörg Ermischs Händen zum Taktgeber wurden. Das reichhaltige Sortiment an Instrumenten und alternativen Klangkörpern – Gitarre, Bouzouki, Vogelflöte, Tuba, Ukulele, Säge und vieles mehr – nutzte das Trio nicht nur zum Musizieren, sondern auch für Gags. Eine Melodica stellte Michael Lempelius als „umweltfreundlichen, mit Wind betriebenen Synthesizer“ vor. Viel Applaus.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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