Glückliche Preisträger beider Verleihung des UPK-Kunstpreises 2010

Spiegelbild der Gesellschaft

Zwei der Sieger des UPK-Kunstpreises: Links der Preisträger der Studenten Johannes Daniel Freiherr von Stenglin mit seiner Skulptur. Rechts der Profi-Preisträger Reinhold Weber. Fotos: Fischer

Kassel. „Kunst ist mittendrin, und man spürt sie.“ Es war einer dieser Sätze, die David Prajs, Geschäftsführer des Unternehmensparks Kassel (UPK), in den Mittelpunkt seiner Begrüßungsrede für die Verleihung des Kunstpreises des Unternehmens setzte.

Zum zweiten Mal wurde er ausgeschrieben. Prajs ist sicherlich nicht nur ein Förderer von Arbeitsplätzen, sondern auch der Kunst, die er als „Spiegelbild der Gesellschaft“ begreift. Als zweiter Sponsor des Preises folgte der Leiter des VW-OTC, Michael Scholtyssek und definierte das Thema der diesjährigen Ausschreibung „Bewegung“ mehrdimensional, sowohl geistig, als auch körperlich.

Stadträtin Brigitte Bergholter hielt die Laudationes. Der mit 3000 Euro dotierte erste Preis für studentische Arbeiten ging an Johannes Daniel Freiherr von Stenglin, der vor Kurzem sein Studium an der Kasseler Kunsthochschule absolvierte.

Er wurde für eine Skulptur prämiert, die anstelle eines Kopfes ein Gewirr aus Strängen trägt. „Eine irrende Gestalt, bei der konfusen Suche nach einer klaren Form im Raum unterworfen“. Als erster Preisträger auf professioneller Ebene wurde Reinhold Weber aus Hünfeld prämiert. Sein Beitrag hatte in mehrfacher Form mit dem Thema Bewegung zu tun: Auf kleinen Leinwänden hat der Künstler Alltagsszenen aus Kassel gezeichnet und diese in Spielzeugfernseher gesteckt, sodass sie beim Aufziehen des Fernsehers als Rollbild ablaufen.

Der Preis wurde mit 5000 Euro dotiert. Der ehrenhafte, jedoch undotierte Sonderpreis der Jury wurde der türkischstämmigen Kunststudentin Mehtap Baydu zuteil, die gut 40 Paar roter Schuhe in einer Installation aufstellte. Man solle in diese hineinschlüpfen und so neue Formen der Bewegung ausprobieren.

Von Alexander Pluquett

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