Spielbergs „Lincoln“ Favorit bei Golden Globes 2013

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Spielbergs „Lincoln“ Favorit bei Golden Globes 2013

Los Angeles. Steven Spielbergs „Lincoln“ ist mit gleich sieben Preischancen der große Gewinner der Golden-Globe-Nominierungen. Ben Afflecks „Argo“ und Quentin Tarantinos „Django Unchained“ wurden fünfmal nominiert. Drei der begehrten Preise könnten auch nach Deutschland gehen.

Mit sieben Nominierungen hat Steven Spielbergs Historienfilm „Lincoln“ die besten Preischancen bei der nächsten Golden-Globe-Verleihung. Der Film über das Leben des früheren US-Präsidenten Abraham Lincoln (1809-1865) wurde unter anderem in den Sparten Bestes Drama, Regie und Hauptdarsteller (Daniel Day-Lewis) aufgestellt.

Auch Deutschland hat Gewinnchancen: Regisseur Tom Tykwer und der Filmkomponist Reinhold Heil sind mit ihrer Musik für „Cloud Atlas“ nominiert und der Deutsch-Österreicher Christoph Waltz für seine Nebenrolle in Quentin Tarantinos „Django Unchained“. Das Drama „Liebe“ des in München geborenen Österreichers Michael Haneke ist im Rennen um die Weltkugel für den besten ausländischen Film.

Weit vorn im Rennen um die begehrten Filmpreise liegen auch Ben Afflecks Politthriller „Argo“ und Tarantinos Western-Film „Django Unchained“ mit jeweils fünf Nominierungen. Tom Hoopers Kostüm-Musical „Les Misérables“, die Tragikomödie „Silver Linings“ sowie „Zero Dark Thirty“, Kathryn Bigelows Film über die Jagd auf Osama bin Laden, konnten jeweils vier Nominierungen einheimsen, wie der Verband der Auslandspresse (HFPA) am Donnerstagmorgen (Ortszeit) in Los Angeles bekanntgab.

Auch unter anderem die Schauspieler Richard Gere („Arbitrage“), Joaquin Phoenix („The Master“), Denzel Washington („Flight“), Marion Cotillard („Der Geschmack von Rost und Knochen“), Helen Mirren („Hitchcock“), Ewan McGregor („Lachsfischen im Jemen“), Bill Murray („Hyde Park on Hudson“), Emily Blunt („Lachsfischen im Jemen“), Judi Dench („The Best Exotic Marigold Hotel“), Maggie Smith („Quartet“) und Meryl Streep („Wie beim ersten Mal“) haben Gewinnchancen.

Im Bereich Fernsehen wurden unter anderem die US-Serien „Girls“, „The Big Bang Theory“ und „Breaking Bad“ nominiert. Auch Schauspielerinnen wie Glenn Close, Clare Danes oder Tina Fey können auf einen Preis hoffen.

Die Golden Globes werden am 13. Januar im Rahmen einer Gala-Show im Beverly Hilton Hotel (Beverly Hills) vergeben. Die amerikanischen Komikerinnen Tina Fey und Amy Poehler stehen bei der 70. Verleihung erstmals als Moderatorinnen auf der Bühne. Über die Gewinner entscheidet eine Gruppe von rund 90 internationalen Journalisten, die seit langem in Hollywood arbeiten. Die nach den Oscars wichtigsten US-Filmpreise werden traditionell in 25 Film- und Fernsehkategorien ausgehändigt.

Eine Preisträgerin steht vorab schon fest: Die Schauspielerin und Regisseurin Jodie Foster wird mit dem Cecil B. DeMille Ehrenpreis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Die 50-Jährige hat bereits zwei Golden Globe-Trophäen. Sie gewann die Goldene Weltkugel als beste Schauspielerin für das Drama „Angeklagt“ (1989) und für den Psychothriller „Das Schweigen der Lämmer“ (1992).

Nominiert in den wichtigsten Sparten sind:

Bestes Filmdrama: „Argo“, „Django Unchained“, „Life of Pi“, „Lincoln“, „Zero Dark Thirty“

- Beste Komödie oder bestes Musical: „The Best Exotic Marigold Hotel“, „Les Misérables“, „Moonrise Kingdom“, „Lachsfischen im Jemen“, „Silver Linings“

- Bester ausländischer Film: „Liebe“ (Frankreich, Deutschland, Österreich), „A Royal Affair“ (Dänemark), „Ziemlich beste Freunde“ (Frankreich), „Kon-Tiki“ (Norwegen), „Der Geschmack von Rost und Knochen“ (Frankreich, Belgien)

- Beste Regie: Ben Affleck („Argo“), Kathryn Bigelow („Zero Dark Thirty“), Ang Lee („Life of Pi“), Steven Spielberg („Lincoln“), Quentin Tarantino („Django Unchained“)

- Bester Schauspieler in einem Filmdrama: Daniel Day-Lewis („Lincoln“), Richard Gere („Arbitrage“), John Hawkes („The Sessions - Wenn Worte berühren“), Joaquin Phoenix („The Master“), Denzel Washington („Flight“)

- Beste Schauspielerin in einem Filmdrama: Jessica Chastain („Zero Dark Thirty“), Marion Cotillard („Der Geschmack von Rost und Knochen“), Helen Mirren („Hitchcock“), Naomi Watts („The Impossible“), Rachel Weisz („The Deep Blue Sea“)

- Bester Schauspieler in einer Komödie oder einem Musical: Jack Black („Bernie“), Bradley Cooper („Silver Linings“), Hugh Jackman („Les Misérables“), Ewan McGregor („Lachsfischen im Jemen“), Bill Murray („Hyde Park on Hudson“)

- Beste Schauspielerin in einer Komödie oder einem Musical: Emily Blunt („Lachsfischen im Jemen“), Judi Dench („The Best Exotic Marigold Hotel“), Jennifer Lawrence („Silver Linings“), Maggie Smith („Quartet“), Meryl Streep („Wie beim ersten Mal“) (dpa)

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