Spielraum-Theater: „Der kleine Feuerwehrmann“ und seine Mutproben

Wo brennt’s? Stefan Becker als Hauptmann Meier. Foto: Wagner

Kassel. Mit einer kleinen Vorstellungsrunde begrüßte Stefan Becker, der Autor, Regisseur und Hauptdarsteller des Stücks „Der kleine Feuerwehrmann“, eine Kindergartengruppe am Montagvormittag im Deck 1 des Dock 4.

Herr Meier, den Becker vorstellte, ist etwas über 50 Jahre alt und trägt so manchen autobiografischen Zug seines Erschaffers. Immer wenn er nicht arbeiten muss, spielt er seit fünf Jahrzehnten schon nach dem Aufstehen einen Feuerwehrhauptmann. Gestern nahm er die Kinder auf ein 40-minütiges Abenteuer mit.

Pantomimisch bereitet Herr Meier sich auf seinen Dienst vor. Das Anziehen seiner Uniform will nicht auf Anhieb gelingen, es folgt die Dienstbesprechung mit seinen Feuerwehrkameraden „Kleiner Bär und Oma Bär“, die sich der Hauptmann selbst gebastelt hat. Als plötzlich das Telefon klingelt, meldet sich „Oma Sausemann“ in der Zentrale, ihr Vogel „Piep“ sei verschwunden. Da machte sich die kleine Einheit auf, um „Piep“ wiederzufinden.

Die Kinder hatten, allen Konzentrationsschwierigkeiten zum Trotz, wahre Freude daran, lautstark im Stück mitzumischen. Becker nutzt pädagogische Kniffe beim Erzählen einer liebevoll gestalteten Geschichte über Fantasie, Courage und Mut. Immer wieder mussten seine Bärenkameraden stellvertretend für ihn Mutproben bestehen wie das Klettern auf einen Baum - denn er selbst ist schließlich Hauptmann vom Rang.

Die Bühnenkulisse und Nebenfiguren bestanden aus Karton und Haushaltsgegenständen. Das solle zum Nachbasteln anregen, erzählte Becker am Schluss in einer Fragerunde. Das Publikum wollte am Ende gar nicht wieder gehen.

Nächste Termine heute, 9.30 und 11 Uhr, im Dock 4, Deck 1, Oberste Gasse.

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