Neue Sportmoderatoren bei ARD und ZDF - nur einer glänzte

Matthias Opdenhövel

War es wirklich das erste Mal? So souverän und locker, wie Matthias Opdenhövel (40) sein Debüt als Moderator der ARD-Sportschau gab, kriegt das nur ein absoluter Profi hin.

Der ehemalige Stadionsprecher von Borussia Mönchengladbach und Schlag-den-Raab-Moderator hat mit seiner knappen und pointierten Moderation schon in seiner ersten Sendung den Dauer-Rauner Reinhold Beckmann in den Schatten gestellt.

Sven Voss

Gut so, ARD. Der Zufall wollte es, dass am gleichen Abend auch Sven Voss (35) im ZDF zum ersten Mal das Aktuelle Sportstudio moderierte. Der frühere Basketballer und „logo!“-Moderator wirkte mit seiner knappen Frisur wie ein Rock’n’Roller der Fünfziger und gab gleich den Antitypen zum freundlichen Michael Steinbrecher. Das ist kein schlechter Ansatz, denn die in die Jahre gekommene Sportsendung kann durchaus mehr journalistische Hartnäckigkeit vertragen.

Doch die Penetranz, mit der Voss seinen Gesprächspartner Sebastian Kehl in eine Negativ-Ecke zu drücken versuchte, war peinlich. Was wollen Sie eigentlich noch beim BVB, dort braucht Sie keiner mehr - diese Botschaft vermittelte Voss dem perplexen Dortmunder Fußballer, der nach langen Verletzungen genesen ist. Das war menschlich schäbig und journalistische Härte am falschen Platz. Da muss der smarte Jung-Moderator dazulernen.

Von Werner Fritsch

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