Reimer Hennings stellt im Marienkrankenhaus aus

Auf Spurensuche

Reimer Hennings

Kassel. Ausstellungen haben im Marienkrankenhaus Tradition. 26-mal haben Künstler bereits im Foyer der Klinik ausgestellt, manche mehrfach. Reimer Hennings gehört dazu. Vor neun Jahren präsentierte er dort schon einmal seine Arbeiten. „Spurensuche“ heißt seine neue Schau.

Hennings verzichtet auf deutende Titel für seine Bilder. Sie tragen Namen wie „Freie Form“ oder „Objekt“. Und doch scheinen all seine Arbeiten Spuren seines Lebens wiederzugeben. Dinge, die den Künstler beeinflusst haben, auf seine Biografie anspielen.

So könnten die „Drei Torsi“ für Reimer Hennings Tätigkeit als Textildesigner stehen. Die Bilder zeigen Formen, die an Kleider erinnern. Geschickter Farbauftrag führt zu einer stoffähnlichen Struktur.

Die Verbundenheit mit der traditionellen Malerei und die Verehrung der Alten Meister kommen in den jeweils mehrteiligen Hommages an Lucas Cranach und Rembrandt zum Ausdruck. Hennings hat bekannte Motive der Maler aufgegriffen und diese verfremdet. In einem Bild hat er die Gesichter von Maria und Kind durch silberne Farbe ersetzt und lenkt den Blick des Betrachters so auf die Gestik der Personen.

Die Ausstellung umfasst viele unterschiedliche Techniken. Siebdruck, Zeichnung, Malerei, Relief: Reimer Hennings hat sich trotz seiner langjährigen Erfahrung die Experimentierfreude erhalten.

Bis 28. Februar im Foyer des Marienkrankenhauses, Marburger Straße 85. Zur Person:

Reimer Hennings ist freischaffender Maler und Designer mit einem Büro in Kassel. Nach dem Studium in Hamburg lehrte er zunächst an der Uni Kassel. Seit 1990 hat er einen Lehrauftrag für freies und gebundenes Zeichnen an der Kasseler Werkakademie für Gestaltung.

Von Pamela De Filippo

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